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Redaktion/Archiv: Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung:
13.01.2018

 

Neujahrskonzert 2018

13.01.2018 um 19 Uhr
- BBK Künstlerhaus
Am Künstlerhaus 47, 76131 Karlsruhe
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Im Echoraum 4.0 —seit 1918—

Tragikomisches Musiktheater zum Jubiläum des Kriegsendes 1918 mit
Rita Huber-Süß, Stimme / Karin Huttary, Percussion / Hanna Jüngling, Violine

Europa erlebt seit 1918 einen „Umbruch“ nach dem anderen. Brüche sind Trumpf, Innovationen ein „Must-have“, und Stillstand, auch der im erreichten Ideal, ist das absolute „NoGo“. Man treibt uns zum Kauf von Neuheiten mit immer kürzerer Halbwertszeit. Es muss vorwärtsgehen. Und ohne Krieg „läuft da gar nichts“. Man plant Leben und Tod in „Thinktanks“. Zu Deutsch: Der Führungsstab spielt in abgeschlossenen „Denk-Räumen“ den „Kopf“, während wir als „Infanterie“, als bloße „Manpower“ im (für uns noch) virtuellen Feld stehen? Die propagierte Endlosschleife vom „Aufbruch“ - kryptische Dauerwerbung für den Schwelbrand, der seit 1918 weltweit nicht mehr zum Stillstand kam?

Die Musikerinnen der GEDOK Rita Huber-Süß (Stimme), Karin Huttary (Percussion) und Hanna Jüngling (Violine), gehen diesem postmodernen Szenario in einem Collagen-„Mobile“ nach. Sie konfrontieren und „patchen“ dabei traditionelle „Bewegungs“-Klänge wie Märsche, „Zigeunermusik“, Kaufhaussongs, Leierkästengeorgel und Wanderlieder mit kriegerischen, sozialen und ökonomischen Kontexten, der Revolution der Geschwindigkeiten und der Reaktion des „antiquierten Menschen“ (Günter Anders) darauf.

Die liebevolle Zeichnung des „antiquierten Menschen“ steht im Vordergrund. Ihn quält die Scham und Wut darüber, nicht so perfekt wie seine immer perfekteren Maschinen und Waffen zu sein. Aber er könnte den despotischen Dauer-Aufbruchsappell aus den „Thinktanks“ nach wie vor unterlaufen, wenn er sich nicht korrumpieren lässt. Immer noch steht Brechts Satz im Raum: „Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin.“
(Hanna Jüngling)

 

Ausstellungen

12.01.2018 um 19 Uhr
Vernissage - Einführung: Dr. Annette Hünnekens
Konzertinstallation "SolarSonical Insects" mit Carolin E. Fischer, Blockflöten
13.01. - 11.02.2018
WHY KNOT? Rhizome – Connection – Icon
Sabine Schäfer. Ausstellung mit audio-visueller Rauminstallation
Komponistin und Medienkünstlerin, Pionierin in der Raumklangkunst

Werke von Sabine Schäfer, <SA/JO> und Ulrich Singer (GREENCODE) sowie ein Lichtklang-Objekt aus Plasma-Ionen-Lautsprechern von Lorenz Schwarz

- GEDOK Künstlerinnenforum
Mi bis So 16:00 - 19:00 | 13.01. und 20.01.2018 jeweils 15:00 - 20:00

Sabine Schäfer, AudioBiosheres - Ausstellung WHY NOT

© Sabine Schäfer, AudioBiospheres, Multiple. Interaktive Druck-Serie mit Audio per QR Code, 2017

20.01.2018 um 19 Uhr
KNOT I: Live-Performance mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe
(Fin Baygan, Lauren Leis, Anina Rubin), Leitung und Kurator: Dr. Paul Modler

07.02.2018 um 17 Uhr
KNOT II: „Kommunikation als Prozesse des Lebens“
Veranstaltung im Rahmen der AWWK Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe
mit Sabine Schäfer, Gäste: Jacques Hawecker (ehem. technisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im
Labor für elektronenmikroskopie des KIT) und Lorenz Schwarz (Medienkünstler).
Begrenzte Teilnehmerzahl.
Anmeldung per Email: awwk@awwk-karlsruhe.de oder Tel. 0721-608-47974

07.02. bis 11.02.2018 von 16 bis 19 Uhr
KNOT III: Lichtklang-Objekt aus Plasma-Ionen-Lautsprechern von Lorenz Schwarz (Weltpremiere)
Über das Lichtklang-Objekt wird die Audio-Komposition „SolarSonical Insects“ im 360° Radius über Plasma-Lichtbögen wiedergegeben

11.02.2018 um 16 Uhr
KNOT IV: Finissage - Live-Performances und Gespräch mit
Carolin E. Fischer, Dr. Annette Hünnekens, Dr. Paul Modler, Sabine Schäfer, Lorenz Schwarz

Für die finanzielle Unterstützung danken wir herzlich
SV SparkassenVersicherung - Kulturamt / Kulturbüro der Stadt Karlsruhe
Sparkasse Karlsruhe - Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission
Regierungspräsidium Karlsruhe

         

    

 

 

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