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Programm
Kompositionen von
Wolfgang Rihm, Boris Yoffe, Ursula Euteneuer-Rohrer (UA)
Improvisationen von Hanna Jüngling/Konstanze Ihle/Ute Reisner

Solo
Angela Yoffe, Klavier
Wolfgang Rihm, Zwei kleine Schwingungen
Wolfgang Rihm, Wortlos
Boris Yoffe, Angelus Novus
Duo
Ursula Euteneuer-Rohrer, Klavier
Rita Huber-Süß, Stimme
Wolfgang Rihm: drei Lieder aus Ende der Handschrift von Heiner
Müller" (1999)
Wolfgang Rihm: aus Hölderlin Fragmente (1976/77)
Ursula Euteneuer-Rohrer: Drei Lieder nach Worten von Hildegard
von Bingen (UA)
Trio
Hanna Jüngling, Violine
Ute Reisner, Altsaxophon
Konstanze Ihle, Marimbaphon, Schlagwerk
Konzept-Improvisationen
u.a. "Der Klang entsteht im Gehen", "Schöne
Stellen"
Das begleitende Konzertprogramm der GEDOK zur Rihm-Ausstellung
in der Badischen Landesbibliothek mit zeitgenössischer Musik
erklingt unter dem Leitmotiv "aufbrechen"
Mit Werken von Wolfgang Rihm und anderen zeitgenössischen
KomponistInnen aus Karlsruhe, die mit ihm in Verbindung stehen,
führen Musikerinnen der GEDOK einen zweifachen Dialog mit Rihms
kompositorischem und musikphilosophischem Schaffen. Sie stellen
sich damit im Sinne Rihms der großen Herausforderung bei der
Vermittlung zeitgenössischer Musik - das Publikum "aufhorchen"
zu lassen und es zu ermutigen, seinen "Hörwinkel"
zu erweitern.
Angela Yoffe stellt zwei Klavierkompositionen von Rihm ein neues
Werk seines Schülers Boris Yoffe gegenüber. Die Pianistin
und Komponistin Ursula Euteneuer-Rohrer und die Sängerin Rita
Huber-Süß setzen sich mit der Verbindung von musikalischer
Tradition und experimentellen Strukturen in der zeitgenössischen
Musik auseinander: So werden in den Liedern von Wolfgang Rihm klassische
Dreiklänge so ineinander geschachtelt, dass neuartige Klänge
entstehen. Der zeitliche und dynamische Ablauf der Musik erfordert
eine neue Art des Zuhörens, der Fokus wird mehr auf den Moment
und den Klang gelenkt. Euteneuer-Rohrer, wie Rihm Schülerin
des Karlsruher Professors für Komposition Eugen Werner Velte,
stellt eine neue Komposition vor. Sie vertonte für dieses Projekt
Texte von Hildegard von Bingen, die den inhaltlichen und musikalischen
Bogen über 1000 Jahre abendländischer Musikgeschichte
spannen.
Die Schlagzeugerin Konstanze Ihle und die beiden Experimentalmusikerinnen
Hanna Jüngling und Ute Reisner entwickeln assoziative Konzept-Improvisationen.
Sie setzen sich damit in Bezug zu Rihms kompositorischem Schaffen
und musikphilosophischen Positionen, gleichermaßen fasziniert
von dessen Kompositionen wie der Idee von Musik als prozesshafter
Selbst-Bewegung von Klang, Rhythmus und Ausdruck.
"Denn wenn es ein vom Menschen geschaffenes
Medium gibt, das den Fluss, die Bewegung, ja das Leben selbst als
Form und Prozess in sich gestaltend abbilden kann, dann ist es die
Musik."
(Rihm zit. nach Max
Nyffeler, Anfang und Ende sind nur Übergänge. Zur
Bedeutung der "Symphonie fleuve" im neueren Schaffen von
Wolfgang Rihm, 2003 )
Eintritt
9 € / ermäßigt 7 €
Kartenreservierung über das GEDOK-Büro
Veranstaltung der GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit der Badischen
Landesbibliothek.
Die Ausstellung "CHIFFREN. Rihm im Kontext des musikalischen
Schriftbilds in Europa" dauert vom 21.03. bis 16.06.2012 statt.
Ort
Vortragssaal der Badischen
Landesbibliothek
Erbprinzenstr. 15, 76133 Karlsruhe
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