GEDOK Karlsruhe
Künstlerinnenforum
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GENIUS LOCI - ESPRIT D'ESPACE
9 Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe
04.03. bis 30.03.2007

 

Archiv

Ausstellung in Marmoutier 2005

 

Impressum

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Archiv: Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung: 28.02.2007

Lilo Maisch, Jakobsleiter (Ausschnitt)

© Foto: Anna Maria Letsch

Eröffnung
Gottesdienst am Sonntag, 04.03. 10.30 Uhr mit Bezug zur Arbeit "Jakobsleiter" von Lilo Maisch: Pfarrer Dr. Splinter. Danach Empfang und Vorstellung der Arbeiten durch Helene Seifert M.A.

Weitere Gottesdienste mit/zu den Arbeiten
jeweils um 10.30 Uhr
11.03. Unglück und Erleuchtung / Ingeborg Heel: Pfarrerin Linda Splinter
18.03. Himmelswurzel / Silke Peters †: Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
25.03. Der Schrecken der Rose / Birgit Spahlinger: Pfarrer Dr. Dieter Splinter

"Lebendige Kunst" für Kinder von 3 bis 10
Während der Ausstellung veranstaltet der Schauspieler und Pädagoge Jean-Pierre Hamm das pädagogische Projekt "Lebendige Kunst", das Kindern von 3 bis 10 Jahren zeitgenössische Kunst nahe bringen will. Geistige Aufgeschlossenheit und Toleranz soll entwickelt, Kommunikation und Austausch über den künstlerischen Ausdruck gefördert werden. Die Annäherung an die ausgestellten Arbeiten wird durch einen Entdeckungs-Parcours ermöglicht - mit Entdeckungsheft, Skizzen und Spielen um die Ausstellung herum.

Öffentliche Führungen
mit Helene Seifert
am Mi, 14.03. und Mi, 28.03 um 18 Uhr
Weitere Termine für Gruppen nach Absprache
Führung: 3 €, Katalog: 3 €
Führung + Katalog: 5 €

Öffnungszeiten
Mo-Fr 13-18 Uhr, Sa/So 12-15 Uhr
Evang. Stadtkirche, Marktplatz, Karlsruhe
Eintritt frei

Die Künstlerinnen und ihre Werke

Die 9 ausstellenden Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen Beatemarie Busch, Marie-Hélène H.-Desrue, Ingeborg Heel, Lilo Maisch, Brigitte Nowatzke-Kraft, Silke Peters †, Gina Plunder, Renate Schweizer und Birgit Spahlinger ließen sich auf vielfältige Weise vom GENIUS LOCI - dem Geist des Raumes, der Geschichte, Architektur und Funktion der berühmten Abteikirche in Marmoutier, Frankreich inspirieren. Dort wurden die Arbeiten 2005 gezeigt, in Zusammenarbeit mit der ASSOCIATION LA FORGE in Marmoutier.

Die großformatige Bilder und Installationen, die in enger Verbindung zur Kirche als Ort der Spiritualität, Transzendenz und Metaphysik stehen, ermöglichen dem Besucher neue und überraschende Einblicke und Einsichten über das Medium der zeitgenössischen Bildenden Kunst:

Beatemarie Busch versucht durch Abstraktion die Bilderwelt der biblischen Geschichte symbolhaft zu gestalten, um dem Kirchenschiff in der Sprache des 21. Jahrhunderts mit Malerei auf Leinwand neuen Glanz und Farbimpulse zu geben. Das Bild "Schmerz - Hoffnung - Erlösung" ist auch Ausdruck emotional empfundenen Farberlebens und rational geführter Auseinandersetzung mit dem Thema.

Marie-Hélène H.-Desrue inszeniert in ihrer Arbeit "Von oben nach unten - Von unten nach oben" die immerwährende Hin-und-Her-Bewegung zwischen Himmel und Erde (Himmelfahrt, Kreuzabnahme, Herabkommen des Segens, Apotheose usw.) neu.

Ingeborg Heel stellt das Thema "Unglück und Erleuchtung" durch aussagekräftige Farbigkeit dar. Dunkelheit ist hier Zeichen für Einsamkeit, Trauer und Verlassenheit, und steht dem hellen Feuer und Licht, Sinnbild der Hoffnung, Freude und Erfüllung gegenüber.

Die "Jakobsleiter" von Lilo Maisch symbolisiert die Verbindung zwischen Erde und Himmel - Materie und Geist, den Weg des spirituellen Aufstiegs. Das Bild ist so von der Künstlerin angelegt, dass der Betrachter hierzu seine eigene Vision der Transzendenz einbringen kann. Das Boden-Mandala "Oktogonale Reflexion" in der Taufkapelle lädt zur Meditation ein.

Brigitte Nowatzke-Krafts Collagen "Gebet" und "Im Anfang war das Wort" thematisieren eine Form der Kommunikation mit Gott - das Gebet. "Gebet" greift die transzendente Farbigkeit von Kirchenfenstern auf, die verwendeten Handschuhe stehen symbolisch für die vielen anonymen Betenden und deren Gebete. Die zweite Arbeit "Im Anfang war das Wort" befasst sich mit dem Gebetbuch als Medium der Vermittlung.

Silke Peters † arbeitete mit den be-greifbaren Materialien / Elementen Stein, Holz, Sand, Erde und Farbe. Ihre "Himmelswurzel" leuchtet magisch blau als Symbol für Transzendenz und den Glauben des Betrachters.

Die Arbeit "Licht-Raum" von Gina Plunder hat den Gottesaspekt, der sich im Licht offenbart, als Thema. Das Licht offenbart. Das Licht, mystisch, überwältigend und intensiv - die Farbigkeit der Fenster in sich tragend - wird auf Leinwand mit Acryl und Farbspray festgehalten.

In Renate Schweizers Arbeit "Spiegelungen" beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Menschen auf der Suche nach dem Selbst, nach Schöpfung im Innen und im Außen. Bei ihr wird Kunst zum Spiegel, zur Kommunikation und zur Verbindung zwischen ICH und DU und WIR.

Birgit Spahlinger arbeitet in ihren inszenierten Makro-Aufnahmen hauptsächlich mit Strukturen, wie sie in der Natur vorkommen und vom Menschen zu Symbolen und Werkzeugen verwandelt und geformt werden. Für GENIUS LOCIhat die Künstlerin mit der Farbe Rot diverse Konsistenzen im Wasser ausgelotet und fotografiert. Darüber liegt stark vergrößert das grafische Detail einer Rose, eines Stacheldrahtes oder eines Dornenkranzes - der Ort mag entscheiden...