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Vernissage
Samstag, 19. Februar 2011
um 15 Uhr
Duo Saitenwellen - Hanna Jüngling, Violine und Ute Reisner,
Altsaxophon - mit Improvisationen
Die Gruppe der Artistes Indépendants DAlsace (AIDA)
umfasst mehr als 100 aktive Mitglieder und besteht seit 1923, ähnlich
wie die GEDOK, die 1926 gegründet wurde. AIDA hatte großen
Einfluss auf die Entwicklung der Kunst im Elsass; die Vereinigung
betreibt heute die Galerie Maison dArt im Zentrum von Straßburg.
Das DUO Austauschprojekt wird gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung.
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Christine Bauer arbeitet
in Schichten. Auftragen und wieder abtragen. Dies ist ein
Wesensmerkmal bei der künstlerischen Arbeit mit Wachs. Der
schichtweise Auftrag mit Farbe und Wachs verleiht dem Bild Objektcharakter.
Man sieht zunächst nur das Äußerliche, was sich
dahinter verbirgt ist nicht sofort sichtbar. Oft kann man es erahnen,
an manchen Stellen durchschauen. Sehritzen entstehen lassen
minimale Durchblicke auf Bereiche zu, die im Übrigen verborgen
bleiben und manchmal täuscht die Oberfläche und dient
als Tarnung.

Die Steinarbeiten von Gabriele
Müller-Nagler werden bestimmt von der Kraft der Linie
und einer klaren, exakten Formgebung. Durch Einschnitte und Öffnungen
wird dem Stein eine minimale Bewegung oder ein Richtungswechsel
abverlangt. Spürbar ist die daraus resultierende Veränderung.
Dieser Prozess ist durchaus auf das Leben zu übertragen.

Petra Weiner-Jansen arbeitet
im Vertrauen auf die Weisheit ihrer Hände. Ihre Skulpturen
wirken teilweise anmutig zart wie Porzellan-Figurinen aus vergangenen
Zeiten, erhalten aber durch das moderne, raue Material Beton einen
anderen Charakter. Die Arbeiten zeigen elementare Grenzerfahrungen
wie Verletzlicheit, Unfreiheit, Angst, Gewalt und Tod, aber auch
Überlebensmut, Stärke, Würde und Schönheit.
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Ingrid Bürger hat aus
Eisenteilen, Gaze, Torf oder Knochen eine Skulpturen-Serie gestaltet.
Hörner sind dabei Symbol für die Auseinandersetzung mit
Tieren und die Aneignung ihrer Kräfte, wie im Minotaurus manifestiert.

Brunhilde Gierend findet
ihre Bilder im Dialog mit Vorgefundenem, mit einer Landschaft, einem
Kulturraum, mit Objekten. Es geht ihr darum, sie neu zu formen.
Es wird gemalt und übermalt, Schicht um Schicht. Dabei durchdringen
sich in den Bildern Farbe, Form, Material, Raum und Zeit.

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