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Vernissage
Freitag, 25. Juni um 20 Uhr
Einführung: Dr. Anne Reuter
Musik: Michael Utta, Klavier
Samstag, 26. Juni bis 19 Uhr geöffnet
anschließend Vernissage und Hoffest im BBK-Künstlerhaus
Petra Weiner-Jansen
arbeitet nicht planerisch, nicht vorgedacht; vielmehr lässt
sie im kreativen Prozess die Gestaltwerdung ihrer Skulpturen einfach
geschehen. Dies geschieht ganz direkt und ohne inhaltliche Korrektur.
Es geschieht einfach, nicht gesucht, eher gefunden. Der künstlerische
Arbeitsprozess ist für sie immer wieder innere Arbeit, intensiv,
kraftvoll und ganz elementar. Ich arbeite im Vertrauen auf
die Weisheit meiner Hände
, so hat sie diesen Prozess
in einer Rede einmal formuliert. Folgerichtig nennt sie ihre Skulpturen
auch Figur-Findungen. In ihrer Äußerlichkeit
wirken sie teilweise zart und anmutig; durch ihre raue, porig rissige
Oberflächentextur aber auch zeitlos, ohne Alter und gleichzeitig
n e u, manifestiert in BETON, das Material der JETZTZEIT. Mit Hilfe
des weichen, plastisch formbaren Werkstoffs Tonerde findet sie ihre
Figurationen, sowohl formal als auch inhaltlich. Die Spuren ihrer
Hände bleiben im Arbeitsprozess und im Arbeitsergebnis sichtbar.
Im Umformungsverfahren mittels Gipsform entstehen Skulpturen aus
BETON, ca. 60 130 cm hoch. Jede ihrer Skulpturen ist ein
UNIKAT.
Der Werkzyklus GRENZGÄNGER baut auf ihren Skulpturen-Zyklen
KÖPFE u.a. mit dem Thema nicht geboren,
KINDFRAU und BE-RÜHRUNG AFRIKA auf.
Bereits in diesen Zyklen verarbeitet sie mit ihren künstlerischen
Mitteln aktuelle wie zeitlose Themen, die da sind: verletzt werden,
unfrei sein, Angst haben, Gewalt erfahren
(Missbrauch) und
Tod; aber auch Überlebensmut, Stärke, Würde und Schönheit.
Diese Grenzerfahrungen haben sich im weiteren Arbeitsprozess im
neuen Zyklus GRENZGÄNGER verdichtet. Auf ihrer
inneren Dialogebene sind diese Manifestationen Heiler,
die selbst Grenzerfahrungen gemacht haben und Heilung transportieren.
Die gewählte Farblasierung mit Weiß und Gold unterstreicht
die heilende Potenz des künstlerischen Ausdrucks. Ihrer Gestaltgebung
nach sind diese Skulpturen Flügelwesen, die aber
nicht ENGEL im christlich-abendländischen Sinne darstellen.
Diese Flügelwesen haben sowohl afrikanische, europäische
und/oder kosmopolitische Züge in ihrem Erscheinungsbild. Sie
scheinen über allen Kulturen zu stehen, überschreiten
ZEIT und RAUM.
Heike Utta
beschäftigte sich nach dem Studium an der Kunstakademie Karlsruhe
mit Malerei und Plastik. Als Verbindung von Farbe und Plastizität
entstanden dann die textilen Wandbilder. Ihre Arbeiten haben sich
von starker Farbigkeit zu verhaltenen Farbtönen mit Materialkombinationen
von Stoff mit Holz, Schnüren, Stäben, Metall entwickelt
und sind aus der Fläche in den Raum gegangen. Mittels wattierter
Formen entstehen reliefartige Gebilde, wie z. B. Steine aus gefütterten
unterschiedlichen Stoffen, die dazu animieren, sie anzufassen und
so die haptischen und räumlichen Qualitäten der textilen
Bilder betonen. Horizon (griech.) = ich begrenze, ist das Thema
des Raumes, seiner Freiheit oder Begrenzung und der Position des
Betrachters. Das Dach der Welt, wo der Horizont gewissermaßen
aufgehoben wird, die Straße, die am Horizont begrenzt ist
und den Blick nicht frei gibt, das Tor, das den Blick in die Weite
rahmt - sind Arbeiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Heike Utta ist freischaffende Künstlerin und Mitglied im Bund
der Kunsthandwerker und der GEDOK
Öffnungszeiten
Mi-Fr 17-19 h, Sa 14-16 h, So/Fei 11-14 h
Ort
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe
Markgrafenstr. 14 /Ecke Fritz-Erler-Str., 76131 Karlsruhe
Haltestelle: Kronenplatz/Universität (Linien 1-5; S2, S5, S41)
E-Mail: gedok-karlsruhe@online.de
Fon/Fax: 0721/ 37 41 37
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