GEDOK Karlsruhe
Künstlerinnenforum
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„Grenzgänger und Horizonte“

Petra Weiner - Jansen: Skulpturen / Heike Utta: Textile Arbeiten

Freitag, 25. Juni bis Sonntag, 25. Juli 2010 im GEDOK Künstlerinnenforum

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Impressum

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Archiv: Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung
11.06.10

Fotos auf dieser Seite:
frei für Pressezwecke, Rechte bei den Künstlerinnen

 


"Dach der Welt" von Heike Utta

 

"Grenzgänger" von Petra Weiner-Jansen

 

Vernissage
Freitag, 25. Juni um 20 Uhr

Einführung: Dr. Anne Reuter
Musik: Michael Utta, Klavier

Samstag, 26. Juni bis 19 Uhr geöffnet
anschließend Vernissage und Hoffest im BBK-Künstlerhaus

 

Petra Weiner-Jansen
arbeitet nicht planerisch, nicht vorgedacht; vielmehr lässt sie im kreativen Prozess die Gestaltwerdung ihrer Skulpturen einfach geschehen. Dies geschieht ganz direkt und ohne inhaltliche Korrektur. Es geschieht einfach, nicht gesucht, eher gefunden. Der künstlerische Arbeitsprozess ist für sie immer wieder innere Arbeit, intensiv, kraftvoll und ganz elementar. “Ich arbeite im Vertrauen auf die Weisheit meiner Hände …“, so hat sie diesen Prozess in einer Rede einmal formuliert. Folgerichtig nennt sie ihre Skulpturen auch „Figur-Findungen“. In ihrer Äußerlichkeit wirken sie teilweise zart und anmutig; durch ihre raue, porig rissige Oberflächentextur aber auch zeitlos, ohne Alter und gleichzeitig n e u, manifestiert in BETON, das Material der JETZTZEIT. Mit Hilfe des weichen, plastisch formbaren Werkstoffs Tonerde findet sie ihre Figurationen, sowohl formal als auch inhaltlich. Die Spuren ihrer Hände bleiben im Arbeitsprozess und im Arbeitsergebnis sichtbar. Im Umformungsverfahren mittels Gipsform entstehen Skulpturen aus BETON, ca. 60 – 130 cm hoch. Jede ihrer Skulpturen ist ein UNIKAT.

Der Werkzyklus „GRENZGÄNGER“ baut auf ihren Skulpturen-Zyklen „KÖPFE“ u.a. mit dem Thema „nicht geboren“, „KINDFRAU“ und „BE-RÜHRUNG AFRIKA“ auf. Bereits in diesen Zyklen verarbeitet sie mit ihren künstlerischen Mitteln aktuelle wie zeitlose Themen, die da sind: verletzt werden, unfrei sein, Angst haben, Gewalt erfahren … (Missbrauch) und Tod; aber auch Überlebensmut, Stärke, Würde und Schönheit. Diese Grenzerfahrungen haben sich im weiteren Arbeitsprozess im neuen Zyklus „GRENZGÄNGER“ verdichtet. Auf ihrer inneren Dialogebene sind diese Manifestationen „Heiler“, die selbst Grenzerfahrungen gemacht haben und Heilung transportieren. Die gewählte Farblasierung mit Weiß und Gold unterstreicht die heilende Potenz des künstlerischen Ausdrucks. Ihrer Gestaltgebung nach sind diese Skulpturen „Flügelwesen“, die aber nicht ENGEL im christlich-abendländischen Sinne darstellen. Diese Flügelwesen haben sowohl afrikanische, europäische und/oder kosmopolitische Züge in ihrem Erscheinungsbild. Sie scheinen über allen Kulturen zu „stehen“, überschreiten ZEIT und RAUM.

Heike Utta
beschäftigte sich nach dem Studium an der Kunstakademie Karlsruhe mit Malerei und Plastik. Als Verbindung von Farbe und Plastizität entstanden dann die textilen Wandbilder. Ihre Arbeiten haben sich von starker Farbigkeit zu verhaltenen Farbtönen mit Materialkombinationen von Stoff mit Holz, Schnüren, Stäben, Metall entwickelt und sind aus der Fläche in den Raum gegangen. Mittels wattierter Formen entstehen reliefartige Gebilde, wie z. B. Steine aus gefütterten unterschiedlichen Stoffen, die dazu animieren, sie anzufassen und so die haptischen und räumlichen Qualitäten der textilen Bilder betonen. Horizon (griech.) = ich begrenze, ist das Thema des Raumes, seiner Freiheit oder Begrenzung und der Position des Betrachters. Das Dach der Welt, wo der Horizont gewissermaßen aufgehoben wird, die Straße, die am Horizont begrenzt ist und den Blick nicht frei gibt, das Tor, das den Blick in die Weite rahmt - sind Arbeiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Heike Utta ist freischaffende Künstlerin und Mitglied im Bund der Kunsthandwerker und der GEDOK

 

Öffnungszeiten
Mi-Fr 17-19 h, Sa 14-16 h, So/Fei 11-14 h

Ort
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe
Markgrafenstr. 14 /Ecke Fritz-Erler-Str., 76131 Karlsruhe
Haltestelle: Kronenplatz/Universität (Linien 1-5; S2, S5, S41)
E-Mail: gedok-karlsruhe@online.de
Fon/Fax: 0721/ 37 41 37