GEDOK Karlsruhe
Künstlerinnenforum
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GENIUS LOCI - ESPRIT D'ESPACE
9 Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen in der Heiligkreuzkirche Scherzheim
03.11. bis 25.11.2007

 

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Archiv: Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung: 04.10.2007


Silke Peters, Himmelswurzel

Birgit Spahlinger, Schrecken der Rose

Eröffnung
Kunstnacht am Freitag, den 02.11.07

Programm von 20 bis 24 Uhr

20:00 Eröffnung Bürgermeister Karrais
danach EVE ON EARTH-Projekt mit
Percussion, Gesang, Gitarre, Flamencotanz
Eva Weis, Karin Huttary, Helmut Ruder
20:45 Einführung und Vorstellung der
anwesenden Künstlerinnen durch
Helene Seifert, M.A. Kunsthistorikerin
21:15 Sologesang mit Begleitung
Anne Demougin, Tanja Schlegel
22:00 Pause mit Wein und Brezeln
22:30 SEXTAKKORD
24:00 Mitternachtskurzandacht mit
Hausherr Pfarrer Harald Kratzeisen

 

 

 

...wir werden die Stühle frei stellen, denn die Betrachter dürfen sich ihren Blickwinkel ersuchen....somit ist die "aktive" Teilname gefragt, Kommunikation in der Kirche, Inspiration und "Tanz" ( ganz ursprünglich: Tempel-tänzerinnen!). Die wunderschöne Heiligkreuzkirche soll lebendig werden und lebendig machen.

 

Die Künstlerinnen und ihre Werke

Die 9 ausstellenden Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen Beatemarie Busch, Marie-Hélène H.-Desrue, Ingeborg Heel, Lilo Maisch, Brigitte Nowatzke-Kraft, Silke Peters †, Gina Plunder, Renate Schweizer und Birgit Spahlinger ließen sich auf vielfältige Weise vom GENIUS LOCI - dem Geist des Raumes, der Geschichte, Architektur und Funktion der berühmten Abteikirche in Marmoutier, Frankreich inspirieren. Dort wurden die Arbeiten 2005 gezeigt, in Zusammenarbeit mit der ASSOCIATION LA FORGE in Marmoutier.

Die großformatige Bilder und Installationen, die in enger Verbindung zur Kirche als Ort der Spiritualität, Transzendenz und Metaphysik stehen, ermöglichen dem Besucher neue und überraschende Einblicke und Einsichten über das Medium der zeitgenössischen Bildenden Kunst:

Beatemarie Busch versucht durch Abstraktion die Bilderwelt der biblischen Geschichte symbolhaft zu gestalten, um dem Kirchenschiff in der Sprache des 21. Jahrhunderts mit Malerei auf Leinwand neuen Glanz und Farbimpulse zu geben. Das Bild "Schmerz - Hoffnung - Erlösung" ist auch Ausdruck emotional empfundenen Farberlebens und rational geführter Auseinandersetzung mit dem Thema.

Marie-Hélène H.-Desrue inszeniert in ihrer Arbeit "Von oben nach unten - Von unten nach oben" die immerwährende Hin-und-Her-Bewegung zwischen Himmel und Erde (Himmelfahrt, Kreuzabnahme, Herabkommen des Segens, Apotheose usw.) neu.

Ingeborg Heel stellt das Thema "Unglück und Erleuchtung" durch aussagekräftige Farbigkeit dar. Dunkelheit ist hier Zeichen für Einsamkeit, Trauer und Verlassenheit, und steht dem hellen Feuer und Licht, Sinnbild der Hoffnung, Freude und Erfüllung gegenüber.

Die "Jakobsleiter" von Lilo Maisch symbolisiert die Verbindung zwischen Erde und Himmel - Materie und Geist, den Weg des spirituellen Aufstiegs. Das Bild ist so von der Künstlerin angelegt, dass der Betrachter hierzu seine eigene Vision der Transzendenz einbringen kann. Das Boden-Mandala "Oktogonale Reflexion" in der Taufkapelle lädt zur Meditation ein.

Brigitte Nowatzke-Krafts Collagen "Gebet" und "Im Anfang war das Wort" thematisieren eine Form der Kommunikation mit Gott - das Gebet. "Gebet" greift die transzendente Farbigkeit von Kirchenfenstern auf, die verwendeten Handschuhe stehen symbolisch für die vielen anonymen Betenden und deren Gebete. Die zweite Arbeit "Im Anfang war das Wort" befasst sich mit dem Gebetbuch als Medium der Vermittlung.

Silke Peters † arbeitete mit den be-greifbaren Materialien / Elementen Stein, Holz, Sand, Erde und Farbe. Ihre "Himmelswurzel" leuchtet magisch blau als Symbol für Transzendenz und den Glauben des Betrachters.

Die Arbeit "Licht-Raum" von Gina Plunder hat den Gottesaspekt, der sich im Licht offenbart, als Thema. Das Licht offenbart. Das Licht, mystisch, überwältigend und intensiv - die Farbigkeit der Fenster in sich tragend - wird auf Leinwand mit Acryl und Farbspray festgehalten.

In Renate Schweizers Arbeit "Spiegelungen" beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Menschen auf der Suche nach dem Selbst, nach Schöpfung im Innen und im Außen. Bei ihr wird Kunst zum Spiegel, zur Kommunikation und zur Verbindung zwischen ICH und DU und WIR.

Birgit Spahlinger arbeitet in ihren inszenierten Makro-Aufnahmen hauptsächlich mit Strukturen, wie sie in der Natur vorkommen und vom Menschen zu Symbolen und Werkzeugen verwandelt und geformt werden. Für GENIUS LOCIhat die Künstlerin mit der Farbe Rot diverse Konsistenzen im Wasser ausgelotet und fotografiert. Darüber liegt stark vergrößert das grafische Detail einer Rose, eines Stacheldrahtes oder eines Dornenkranzes - der Ort mag entscheiden...