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Die Künstlerinnen und ihre Werke
Die 9 ausstellenden Karlsruher GEDOK-Künstlerinnen
Beatemarie Busch, Marie-Hélène H.-Desrue, Ingeborg
Heel, Lilo Maisch, Brigitte Nowatzke-Kraft, Silke Peters ,
Gina Plunder, Renate Schweizer und
Birgit Spahlinger ließen sich auf vielfältige
Weise vom GENIUS LOCI - dem Geist des Raumes, der Geschichte, Architektur
und Funktion der berühmten Abteikirche in Marmoutier, Frankreich
inspirieren. Dort wurden die Arbeiten 2005 gezeigt, in Zusammenarbeit
mit der ASSOCIATION LA FORGE in Marmoutier.
Die großformatige Bilder und Installationen, die in enger
Verbindung zur Kirche als Ort der Spiritualität, Transzendenz
und Metaphysik stehen, ermöglichen dem Besucher neue und überraschende
Einblicke und Einsichten über das Medium der zeitgenössischen
Bildenden Kunst:
Beatemarie Busch versucht
durch Abstraktion die Bilderwelt der biblischen Geschichte symbolhaft
zu gestalten, um dem Kirchenschiff in der Sprache des 21. Jahrhunderts
mit Malerei auf Leinwand neuen Glanz und Farbimpulse zu geben. Das
Bild "Schmerz - Hoffnung - Erlösung" ist auch Ausdruck
emotional empfundenen Farberlebens und rational geführter Auseinandersetzung
mit dem Thema.
Marie-Hélène H.-Desrue
inszeniert in ihrer Arbeit "Von oben nach unten - Von unten
nach oben" die immerwährende Hin-und-Her-Bewegung zwischen
Himmel und Erde (Himmelfahrt, Kreuzabnahme, Herabkommen des Segens,
Apotheose usw.) neu.
Ingeborg Heel stellt das
Thema "Unglück und Erleuchtung" durch aussagekräftige
Farbigkeit dar. Dunkelheit ist hier Zeichen für Einsamkeit,
Trauer und Verlassenheit, und steht dem hellen Feuer und Licht,
Sinnbild der Hoffnung, Freude und Erfüllung gegenüber.
Die "Jakobsleiter" von
Lilo Maisch symbolisiert die Verbindung zwischen Erde und
Himmel - Materie und Geist, den Weg des spirituellen Aufstiegs.
Das Bild ist so von der Künstlerin angelegt, dass der Betrachter
hierzu seine eigene Vision der Transzendenz einbringen kann. Das
Boden-Mandala "Oktogonale Reflexion" in der Taufkapelle
lädt zur Meditation ein.
Brigitte Nowatzke-Krafts
Collagen "Gebet" und "Im Anfang war das Wort"
thematisieren eine Form der Kommunikation mit Gott - das Gebet.
"Gebet" greift die transzendente Farbigkeit von Kirchenfenstern
auf, die verwendeten Handschuhe stehen symbolisch für die vielen
anonymen Betenden und deren Gebete. Die zweite Arbeit "Im Anfang
war das Wort" befasst sich mit dem Gebetbuch als Medium der
Vermittlung.
Silke Peters arbeitete
mit den be-greifbaren Materialien / Elementen Stein, Holz, Sand,
Erde und Farbe. Ihre "Himmelswurzel" leuchtet magisch
blau als Symbol für Transzendenz und den Glauben des Betrachters.
Die Arbeit "Licht-Raum" von Gina
Plunder hat den Gottesaspekt, der sich im Licht offenbart,
als Thema. Das Licht offenbart. Das Licht, mystisch, überwältigend
und intensiv - die Farbigkeit der Fenster in sich tragend - wird
auf Leinwand mit Acryl und Farbspray festgehalten.
In Renate Schweizers Arbeit
"Spiegelungen" beschäftigt sich die Künstlerin
mit dem Menschen auf der Suche nach dem Selbst, nach Schöpfung
im Innen und im Außen. Bei ihr wird Kunst zum Spiegel, zur
Kommunikation und zur Verbindung zwischen ICH und DU und WIR.
Birgit Spahlinger arbeitet
in ihren inszenierten Makro-Aufnahmen hauptsächlich mit Strukturen,
wie sie in der Natur vorkommen und vom Menschen zu Symbolen und
Werkzeugen verwandelt und geformt werden. Für GENIUS LOCIhat
die Künstlerin mit der Farbe Rot diverse Konsistenzen im Wasser
ausgelotet und fotografiert. Darüber liegt stark vergrößert
das grafische Detail einer Rose, eines Stacheldrahtes oder eines
Dornenkranzes - der Ort mag entscheiden...
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