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Die interdisziplinäre Ausstellung KUNSTdialog präsentiert
Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Videokunst und Skulptur,
die in Zusammenarbeit zwischen Bildenden Künstlerinnen und
Musikerinnen entstanden sind oder die musikalisch neu komponiert
und interpretiert werden. Es ist das Anliegen der Künstlerinnen,
den KonzertbesucherInnen mit ihren Werken einen vielfältigen
Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Musik über das Sehen,
das Hören und die Emotionen zu ebnen.
Im zweiten Dialog-Konzert im Rahmen des KUNSTdialogs am 16.10.05
sind drei Uraufführungen zu hören und zu sehen.
Unter dem Leitmotiv "Bildlich gehört" spielt die
Karlsruher Flötistin Stefanie Kessler 3 Stücke für
Flöte solo: von Bach (Partita a-Moll: Bourrée anglaise),
Debussy (Syrinx) und Astor Piazzolla (Tango-Etüde) zu drei
Wandobjekten von Jana Bayer-Zvoristeanu und eine eigene Freie Komposition
zum Wandobjekt "Ava". Stefanie Kessler sucht bei ihrer
Improvisation die Affinität zwischen Farbe und Klang, Gestalt
und Konstruktion. Die wiederkehrenden Muster in Bayers Werk inspirieren
sie zu loop-artig ineinander verwobenen Motiven. Jana Bayer-Zvoristeanu
wiederum setzt in ihren bemalten Wandobjekten aus Holz die musikalische
Sprache bildlich um: Bachs strenge Formensprache, bei Debussy die
zarte Sinnlichkeit und bei Piazzolla das südamerikanische Colorit.
Im "Palast der Winde" präsentieren die Musikerin
und Bildhauerin Silke Peters (Percussion und Stimme) und die Obertonsängerin
und Tamburaspielerin Alexandra Robel-Berger ihre improvisierte Komposition
zu einer Aquarell-Collage von Jutta Hieret-Piosczyk: "Tor -
Reisebild Japan". Aus der meditativen Wahrnehmung des Bildes
ergab sich die Wahl der Instrumente, die der Improvisation eine
flexible Struktur geben. In ihrem musikalischen Dialog nähern
sich die beiden Musikerinnen dem Bild meditativ-intuitiv und stellen
so eine akustisch-visuelle Energiebalance zwischen Bild und Musik
her.
Mit der "Frauen-Suite - dormante, fatale, dansante" ,
einer Komposition in 3 Sätzen, verleiht die Komponistin, Pianistin
und Sängerin Eva Chahrouri gemeinsam mit der Akkordeonistin
und Geige-rin Anke Ames und der Perkussionistin Christa Hartnigk-Kümmel
der Dynamik der abstrakt-figurativen Malerei von Beatemarie Busch
musikalischen Ausdruck . Jeder Satz bezieht sich auf ein Bild, in
dem jeweils eine charakteristische Bewegungsfigur in Klangfarben
und Rhythmen umgesetzt wird.
Das Konzert verspricht im doppelten Sinne ein einmaliges Erlebnis
zu werden: wegen des intensiven Dialogs zwischen Bild und Musik
und weil die Musikstücke aufgrund ihres stark improvisatorischen
Charakters nur einmal auf diese Weise zu hören sein werden.
Konzertprogramm
1) Bildlich gehört
Stefanie Kessler auf der Querflöte zu 4 von Musik inspirierten
organischen Wandobjekten von Jana Bayer-Zvoristeanu
3 Objekte - "J.S. Bach-Partita", "Debussy-Syrinx",
"Piazzolla-Tango" - entstanden zu den gleich-namigen Werken
für Flöte solo von Bach (Partita a-Moll: Bourrée
anglaise), Debussy (Syrinx) und Astor Piazzolla (Tango-Etüde);
zum 4. Objekt "Ava" spielt Stefanie Kessler eine eigene
Freie Komposition
2) Palast der Winde
Silke Peters, Alexandra Robel-Berger , Tambura, Perkussion und Stimmen
(Oberton- und freier Gesang) präsentieren eine komponierte
Improvisation zu "Tor"
- Reisebild (Japan) von Jutta Hieret - Piosczyk
3) Frauen-Suite - dormante, "fatale", dansante
Komposition in 3 Sätzen zu 3 Bildern von Beatemarie Busch -
Malerei
Asgard, Akkordeon und Gesang, Christa Hartnigk-Kümmel, Percussion,
Eva Chahrouri, Piano und Gesang
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