GEDOK Karlsruhe
Künstlerinnenforum
Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde e.V
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"nO nAmE"
Fotografie > Video > Installation
Ausstellung der Fachgruppe Fotografie/Video/Digitale Medien
Samstag, 14. November bis Sonntag, 6.Dezember 2009 im GEDOK Künstlerinnenforum

Archiv

 

Impressum

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Archiv: Ute Reisner
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Letzte Aktualisierung:
08.12.09


Uta Suesse-Krause, Ground Zero

 

Vier GEDOK-Künstlerinnen der Fachgruppe Fotografie/Video/Digitale Medien
zeigen Foto- und Medienkunst

Heidi Sautter reflektiert "nO nAmE" in großformatigen Fotografien auf Produkte der Werbung, die im Gegensatz zu großen Markennamen im Verbraucherschatten stehen. Andere Arbeiten befassen sich mit der Anonymität (Namenlosigkeit) von Menschen in Hochhäusern und Wohnburgen und deren Kontaktarmut zur Umgebung.

Renate Schweizer (R e S h) verbindet in ihrer Fotoserie "same_different" indische, rumänische und Karlsruher Welten und gibt bedeutungslosen Eindrücken am Wegrand Bedeutung. Mit ihrem Video "feet with no name" wirft sie Fragen auf: Bedingt Anonymität Gewalt? Fördert Zunahme von Anonymität uneingeschränkte Kontrolle und Überwachung .... führt ein Dasein als "nO nAmE“ innerhalb einer Plutokratie (Herrschaft der Vermögenden) immer mehr zu einer Ochlokratie (Pöbelherrschaft) ...die eine zunehmende Tyrannis (Diktatur) legitimiert ...? Wohin entwickelt sich Demokratie (autonome Selbstregierung des Volkes), wenn Menschen zu Silhouetten verkommen und sich in Bedeutungslosigkeit verlieren...?

"Abyss-Abgrund" thematisiert den Zweiten Weltkrieg anhand von Fernsehdokumentationen über Stalingrad. Birgit Spahlinger verarbeitet das zum Teil unscharfe und vage Material in Form einer starken grafischen Reduktion. Kriegshandlungen und Tod werden nur angedeutet und die Menschen darin bleiben gesichts-und namenlos. In dem Video "the long march" werden Deportation und Migration thematisiert.

Der rote Cellokasten, ein Symbol für die alle Kulturen verbindende Sprache der Musik, liegt auf den Schnee bedeckten Stelen des Holocaust Denkmals in Berlin. Er steht aufrecht auf dem Ground Zero in New York. Der Holocaust und der 11. September gelten heute als Inbegriffe des Terrors. Mit 'High Culture' stellt sich Uta Suesse-Krause dieser Realität auf ihre Weise: mit dem roten Cellokasten setzt sie bewusst ein konkretes wie auch abstraktes Symbol der Hoffnung.

Vernissage

Freitag, 13. November um 19 Uhr
Einführung und Künstlerinnengespräch: M.A. Roswitha Zytowski
Musikperformance der Gruppe "Wotan und Isolde" vom Forum freie Musik Karlsruhe

 

Finissage

Sonntag, 6.12.09 um 11 Uhr

Lesung: Ondine Dietz
"Die anonymen Briefe der Dora Maar", Erzählung

Die Erzählung "Die anonymen Briefe der Dora Maar" ist Teil eines Zyklusses von Erzählungen, die sich - unter anderem - durch ihren Rhythmus, Melodie und der geographischen und historischen Beschwörung von Kulissen und Szenerien als eine Art Dramaturgie von "Initiationsriten" in der Wirklichkeit von Frauenschicksalen aus Osteuropa verstehen. Die Protagonistin Dorina Marculescu hat, infolge eines Traumas, bedingt durch das repressive Gesellschaftssystem der Ceausescu Diktatur, ihre wahre Identität verdrängt und sogar verloren. In ihrer Verzweiflung versucht sie, sich in die Figur der Dora Maar hinein zu versetzen, deren Schicksal Parallelen mit ihrer eigenen Liebesgeschichte aufzuweisen scheint, um sich in die Zeit der Pariser 30er Jahre zu flüchten. Jeden Abend hält sie Monologe in einer fast leeren Bar und erzählt Dora Maars wahre Geschichte mit Picasso, die nie geschriebenen Briefe der Dora Maar, welche sie scheinbar wahllos an Privatadressen und Zeitungsredaktionen verschickt. Das führt in der Stadt zu Verwirrungen...

Ondine Dietz wurde 1967 in Temeswar, Rumänien, in eine multiethnischen Familie hinein geboren. Debüt 1983 in der Kulturzeitschrift "Orizont" mit Lyrik in rumänischer Sprache. Ab 1986 war sie Mitglied des Ensembles des Deutschen Staatstheaters Temeswar und führte Regie bei diversen Projekten und Vorstellungen. Anfang der 90er Jahre emigrierte sie nach Deutschland, wo sie anfing in Deutsch zu schreiben.

Zahlreiche Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften (cet-literatur, ausserdem, Matrix). Ab 2004 zahlreiche Lesungen in Karlsruhe, Stuttgart, München. Teilnahme an Literatursalons und kulturelle Veranstaltungen. Zusammenarbeit an diversen künstlerischen Multimedia-Projekten. Ausstellungen mit eigenen Fotoarbeiten. Parallel Veröffentlichungen in rumänischen Literaturmagazinen (Vatra, Agora). 2004 erschien der Gedichtband "Featuring". 2008 erschien der Erzählband "Frühlingsnerven".

 

Öffnungszeiten

Mi-Fr 17-19 Uhr, Sa 14-16 Uhr, So 11-14 Uhr

Ort
GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe
Markgrafenstr. 14, 76131 Karlsruhe
Haltestelle: Kronenplatz/Universität (Linien 1-5; S2, S5, S41)