Kunstausstellungen – Konzerte – Lesungen

13.01. bis 05.02.2023  „In diesem Augenblick meines Lebens“

Zeitgenössische ukrainische Kunst in Kriegszeiten. Malerei, Grafik, Skulptur, Textil

Ave Libertatemaveamor, Anti Gonna/Viktoriia Dovhadse, Artistduo Etching Room 1 (Kristina Yarosh/Anna Khodkova), Maria Kulikovska, Kateryna Lysovenko, Anastasiia Podervianska


Kuratorinnen: Eugenia Jäger (GEDOK Karlsruhe), Oksana Barshynova (Nationales Kunstmuseum der Ukraine, Kiew) und Marianna Djulay (Galeristin)

 

Vernissage am Freitag, 13.01.2023 um 19 Uhr

in Anwesenheit von Künstlerinnen

 

Grußwort der Stadt: OB Dr. Frank Mentrup
Einführung: Sandeep Sodhi, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Musikalische Umrahmung: Myroslava Kotorovych, Geige

 

In der modernen ukrainischen Kunst nimmt die Arbeit von Künstlerinnen einen herausragenden, wenn nicht sogar führenden Platz ein.
Acht Künstlerinnen in Karlsruhe zusammen zu bringen, ist der Stadt Karlsruhe, dem Innovationsfonds Baden-Württemberg und der SV SparkassenVersicherung zu verdanken, die die Ausstellung „In diesem Augenblick meines Lebens“ ermöglichen.

 

Seit 2014 (Kriegsbeginn) ist die weibliche Stimme vor dem Hintergrund traditionell männlicher militaristischer Rhetorik besonders hervorzuheben.
Heutzutage verwenden ukrainische Künstlerinnen unterschiedliche Medien, die sowohl langfristige Arbeit wie auch „schnelle Reaktion“ (z. B. Zeichnungen oder Aquarelle) erfordern. Ihre Werke sind geprägt von Ausdruck, Emotionalität, Engagement und Zielstrebigkeit. Die Themen, die sie ansprechen, können sowohl spezifisch feminin (Mutterschaft, Körperlichkeit, Verwundbarkeit von Frauen in Kriegszeiten) als auch universell sein und sich auf gemeinsame Erfahrungen der Kriegsapokalypse, das Abbrechen familiärer Bindungen, das kritische Umdenken von Erinnerung und Traumata beziehen. Die Werke zeugen auch von der Einbindung der Künstlerinnen in den modernen künstlerischen Prozess mit seiner charakteristischen internationalen Sprache und die aktuellen Strömungen.
(Oksana Barshynova, Kunstkritikerin, Kuratorin, stellvertretende Direktorin des Nationalen Kunstmuseums der Ukraine in Kiew)

 



05.02.2023 um 17.00 Uhr Salon pour Élisabeth Jacquet de La Guerre (1665–1729)

GEDOK-Konzert in Kooperation mit FemmesPAMINAFrauen e.V.

Elisabeth Jacquet de La Guerre, Porträt von Jean François de Troy
Elisabeth Jacquet de La Guerre, Porträt von Jean François de Troy

Quartet Revoiced (Blockflöten):

Anke Bernardy – Carolin Fischer – Friederike Friedmann – Solange Komenda

Cembalo: Sangmi Choi

Moderation: Dorothee Schabert

 

Programm

  • É. Jacquet de La Guerre, Triosonate B-Dur
  • É. Jacquet de La Guerre, Suite a-moll für Cembalo solo
  • É. Jacquet de La Guerre, La Musette – für Blockflöten und Cembalo, bearbeitet von Dorothee Schabert
  • Hannah Kulenty, E for E – für Cembalo solo
  • Dorothee Schabert, Screaming für Blockflöten-Quartett

Mit den „SALONs pour ...“ wollen wir bekannte und weniger bekannte Komponistinnen der Vergangenheit einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Ein besonderes Merkmal ist dabei die Begegnung zwischen einer Musikerin der Vergangenheit und zeitgenössischen Komponistinnen.

 

Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre war eine außergewöhnlich erfolgreiche Komponistin und Cembalistin im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Sie verbrachte ihre Jugend am Hofe Ludwigs XIV. und setzte in einer Künstlerehe und später als Witwe ihre Karriere als professionelle Musikerin fort.

 

Sangmi Choi steuert das Werk „E for E“ von Hannah Kulenty (* 1961) bei und das Blockflöten-Ensemble Quartet Revoiced hat „Screaming“ von Dorothee Schabert ausgewählt; das Werk mündet in einem frühbarocken Zitat und schließt so den Kreis.

 

Musentempel, Hardtstraße 37A, 76185 Karlsruhe

 

Eintritt frei, Spenden willkommen

Einlass entsprechend der geltenden Corona-Verordnung.

 


 Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe, privaten Spendern und der Volksbank.


10.02. bis 26.02.2023 Schwarz-weiß un(d)durchsichtig

Alice Assel – Textile Installationen. Karin Bauer – Schwarz-Weiß-Fotografie

Vernissage am Freitag, 10.02.2023 um 19 Uhr

 

Einführung durch die Künstlerinnen

Musikalische Umrahmung: Kevin Jenne, Gitarre

 

Stellt sie poppige Eyecatcher in den Raum oder versteckt sie ihre Botschaften lieber hinter einem Weichzeichner? Sie transportiert sie jedenfalls mit einer subtilen Leichtigkeit, scheinbar gut durchschaubar un(d)durchsichtig. Was auf den ersten Blick an der Wahl des Materials liegen könnte, das Alice Assel seit rund 25 Jahren für sich entdeckt hat: Nylongaze. Die Beschaffenheit der Gaze, in erster Linie ihre Transparenz, ist ein zentrales Thema in Alice Assels Schaffen. Es wird in allen denkbaren Dimensionen geschichtet, gestapelt, geformt und gestaltet. Einzelne Gazelagen werden hier bewusst auf- oder nebeneinandergesetzt, geschichtete Flächen entwickeln ein Eigenleben oder verschmelzen zu einer Einheit. Was die luftig-leichten Objekte letztendlich preisgeben, liegt im Auge des Betrachters.

 

Alice Assel lebt und arbeitet in Bad Bergzabern. Werke in privatem und öffentlichem Besitz

www.alice-assel.de

 

In unspektakulären Ereignissen stecken oft die größten Überraschungen und die verwegensten Designer, sagt Karin Bauer. Während ihres künstlerischen Arbeitens agiert sie manchmal mit Wasser und Farbe. Dabei ist immer auch die Kamera in ihrer Nähe, um die spannenden Momente, die sich hier zufällig ergeben, in Schwarz-Weiß, ohne ablenkenden Farbeindruck, festzuhalten. Die Künstlerin beobachtet fasziniert die trägen Veränderungsprozesse, wenn Wasser und Pigmente zusammentreffen. Die Elemente verändern sich, laufen aufeinander zu, verschmelzen miteinander; manchmal bilden sie fragile Strukturen, Gesichter oder mysteriöse abstrakte Formen. Jedes Mal ist es eine Neuentdeckung, ein Prozess, zugleich ein Abwarten und Betrachten.

 

Karin Bauer wohnt und arbeitet in Karlsruhe als Schriftkünstlerin und Fotografin.

www.bauer-kalligrafie.de | www.karinbauer-farbraum.de


12.02.2023 um 11.00 Uhr Lichtspuren. Martina Bilke und Berthe Obermanns

Berthe Obermanns, Martina Bilke
Berthe Obermanns, Martina Bilke

Martina Bilke und Berthe Obermanns präsentieren ihre Neuerscheinungen.

 

Martina Bilke „Die Lichtspur, ein Widerschein“. Gedichte

Der Lyrikband ist ein Bilderbuch unserer Erde, Krieg und Umweltschäden inbegriffen. Reisen unter dem Zebramond spiegeln menschliche Beziehungen, im Scheren-Schnitt-Licht finden Begegnungen mit Kunst und Literatur statt, Metaphern sind unterwegs in ein immer weiters Land. Im Gedicht kommt die Sprache zu sich selbst.

J.S.Klotz Verlagshaus, ISBN 978-3-949763-15-1, 92 Seiten, 16,90 €
>> Martina Bilke

 

Berthe Obermanns „Gleich unter der Haut“. Roman

Die Autorin erzählt mit präzisem Blick für die Ambivalenzen des Lebens von einem unüberwindbaren Verlust, von inneren Abhängigkeiten, einer verlorenen Kindheit und einer jungen Liebe, die keinen Platz in dieser Welt findet.

Osburg Verlag, ISBN 978-3-95510-291-3, 262 Seiten, 24,00 €
>> Berthe Obermanns

 

Eintritt frei, Spenden willkommen
Einlass entsprechend der geltenden Corona-Verordnung

 


Die Arbeit der GEDOK Karlsruhe wird unterstützt von der Stadt Karlsruhe