Eine Ausstellung im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der GEDOK Karlsruhe.Seit 2022 präsentieren jährlich die Studiengänge Fotografie/Medienkunst und Szenografie/Ausstellungsdesign der HfG Karlsruhe Studien- und Abschlussarbeiten im GEDOK Künstlerinnenforum.
Projektleitung: Sabine Schäfer (GEDOK), Prof. Susanne Kriemann und Prof. Constanze Fischbeck (HfG).
Flora Güldenpfennig (*1999) studiert Medienkunst im Hauptfach sowie Austellungsdesign und Szenografie im Nebenfach an der HfG Karlsruhe.
In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie an der Schnittstelle von Fotografie, Installation und Performance und untersucht die Beziehung zwischen Körper, Bild und Raum. Im Zentrum ihrer Arbeit
steht das Spannungsfeld räumlicher Wahrnehmung. Bilder versteht sie nicht als abgeschlossene Flächen, sondern als körperliche und räumliche Elemente, die sich im Dialog mit ihrer Umgebung
verändern. Dabei arbeitet sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien. Die Fotografie bildet häufig den Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, wird jedoch im künstlerischen Prozess transformiert,
erweitert und in neue Zusammenhänge überführt. Geprägt durch ihr interdisziplinäres Studium entwickelt sie Arbeiten zwischen den Schwerpunkten künstlerische Fotografie, Performance und
Installation. Durch die Verschränkung dieser Medien entstehen räumliche Situationen, die Fragen nach Präsenz, Materialität und Wahrnehmung aufwerfen.
Die Installation „In einem wir ist immer ein ich“ zeigt zwei Arbeiten, die sich mit Fragen der Freiheit und einer spielerischen Realitätsveränderung
beschäftigen. Ausgehend von der spielerischen Frage „Was wäre, wenn wir mit unseren Nägeln miteinander verbunden wären?“ zeigt die Video-Performance räumliche und körperliche Beziehungen,
in der jedes Wir stets auch ein Ich voraussetzt. Die zweite Arbeit, eine 3-Kanal-Videoskulptur auf drei Röhrenfernsehern geht von der Frage aus, wann wir uns selbst aufhalten und wann wir
aufgehalten werden und untersucht die Spannung zwischen individuellem Handeln und den Kräften, die dieses beeinflussen oder verzögern. Die Gruppe kann als Sinnbild gesellschaftlicher Strukturen
verstanden werden, in denen Individuen miteinander verbunden sind und sich zugleich voneinander unterscheiden.
Klara Madina Beck (*2001) studiert Ausstellungdesign und Szenografie, Dramaturgie und Kuratorische Praxis an der HfG Karlsruhe. Ihre gestalterische
Praxis erforscht die visuelle Sprache des Vermittelns und schafft Räume, die neue Zugänge zu Geschichten und gesellschaftlichen Fragestellungen eröffnen, in Form von Bühnenbildern, Installationen
sowie Textilarbeiten.
Sie zeigt ihre Installation „Unersättlich, Lüstern, Rebellisch – Auf der Suche nach der Hexenverfolgung und den Ursprüngen der Unterdrückung des weiblich gelesenen
Körpers“ (2025). Zu hören sind die Befragungen der über 300 dokumentierten Verhöre aus der Region der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Baden.
Regelmäßig werden sie durch chorische Elemente unterbrochen und betonen die fehlenden Stimmen der Verfolgten in den Archiven. Durch die Fenster entsteht ein Gefüge,
in dem persönliche Recherche und alltägliche Beobachtungen ineinander übergehen und so auf die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum aufmerksam machen. Visitenkarten laden dazu ein, im
Heute miteinander zu sprechen, zu erinnern, zu widersprechen und neue Perspektiven zu entwickeln, kritisch und neugierig zu sein und vielleicht zu erkennen, welche Ausmaße dieses düstere Kapitel
hatte und wie dessen Spuren noch unseren patriarchalen Alltag beschatten.
Vernissage am Freitag, 26.06.2026, 19 Uhr
Einführung: Prof. Constanze Fischbeck, Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe
Performance von Clara Magarin und Soheil Honarmand zur Videoinstallation von Flora Güldenpfennig
Artist Talk am Mittwoch, 08.07.2026, 18 Uhr
Klara Beck und Flora Güldenpfennig, Moderation Prof. Susanne Kriemann
Finissage am Sonntag, 26.07.2026
Im Jubiläumsjahr des Künstlerinnenverbands – 100 Jahre GEDOK – KÜNSTE | FRAUEN | NETZWERK – zeigt die GEDOK Karlsruhe Plakate aus 20 Jahren. Alle der rund 10
Ausstellungen, die die GEDOK pro Jahr veranstaltet, werden mit Plakaten beworben. Deren Gestaltung liegt in der Hand unterschiedlicher Künstlerinnen. Aus dem so entstandenen reichhaltigen Archiv
zeigen wir nun eine Auswahl von Plakaten zu Einzel- und Gruppenausstellungen, internationalen Ausstellungen und solchen, die im Rahmen der großen Karlsruher Festivals (Europäische Kulturtage und
Frauenperspektiven) stattfanden. In der Pandemiezeit wurden besondere Formate entwickelt, so dass die Kommunikation mit dem Publikum stets lebendig war.
Eröffnung am Sonntag, 02.08.2026 um 14 Uhr
Einführung durch die Kuratorinnen
„In den letzten Jahrzehnten ist zwar viel erreicht worden, aber Ungerechtigkeiten wie Gender-Show-Gap und Gender-Pay-Gap belegen den Mangel an wirklicher Gleichberechtigung“
„Fazit: Die selbstverständliche Gleichstellung ist längst nicht erreicht. Angesichts des wachsenden gesellschaftlichen Drucks ist ein regelrechter Backlash zu beobachten. Gerade deshalb müssen Kunst und Kultur als Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft in ihren Strukturen stabilisiert werden. Der GEDOK-Bundesverband gehört dazu. Dringend ist die öffentliche Förderung einer Bundesgeschäftsstelle.“
Gerlinde Förster, 100 Jahre Engagement für Frauen in der Kultur. Die GEDOK feiert Jubiläum.
in: Politik & Kultur. Zeitung des Deutschen Kulturrates, 3/26, S. 6 >> Ausgabe PuK-03-2026 (pdf)
Informationen zumJubiläumsjahr, Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen
Künstlerinnen der Literatur und der Darstellenden Kunst eröffnen durch Lesungen und szenische Darstellungen einen lebendigen Dialog mit ausgewählten Kunstwerken des Museums sowie Persönlichkeiten der Heidelberger Geschichte. Johanna Reutter (GEDOK Karlsruhe) präsentiert als Gastkünstlerin die Ausstellung „Re-cycling – Up-cycling – Re-Thinking“ mit Modekreationen auf Schaufensterpuppen. >> Johanna Reutter
GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. Karlsruhe
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Tel: +49 (0)721 374137
Fax: +49 (0)721 6256254
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Kronenplatz (U-Station, Kaiserstraße) Tram 1, 2, Stadtbahn S2, S4, S5/S51, S7, S8
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