Archiv 2021 – Literatur – Vortrag

„WANDEL“. Lesung mit Martina Bilke, Karin Bruder, Sabine Stern

 01.08.2021 um 11 Uhr

 

in der Ausstellung „Sonnendeck – bunt verrückt“ (Angewandte Kunst / Art Design)

 

Martina Bilke (re), Karin Bruder (li) und Sabine Stern (Mitte) präsentieren ihre Gedanken zum Thema „Wandel“.

Martina Bilke liest verschiedene Prosatexte und Lyrik zum Thema Wandel, Erde und Klimawandel. Ein Prosatext handelt von den Veränderungen an einer Karlsruher Straßenbahnhaltestelle.

 

Karin Bruder erzählt in einer fantastischen Zukunftsgeschichte vom Wandel einer Gesellschaft unter veränderten Lebensbedingungen.

 

Sabine Stern benutzt Perspektiv-Wechsel, um den Blickwinkel des Publikums mit ihren kurzen Prosatexten in eine neue Richtung zu lenken.

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Tel. 0721 / 37 41 37

Corona-bedingte Änderungen vorbehalten!

 

Eintritt frei, Spenden willkommen

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe und des Förderkreises  deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.


Lesung und Buchvorstellung „Weiße Jahre“

27.05.2021 um 19.30 Uhr

 

Text: Karin Bruder

Musik: Rita Huber-Süß

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de
oder Fon: 0721 / 37 41 37

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

Εlena arbeitet als Kindermädchen in Czernowitz, als sich Russland 1940 Teile der heutigen Ukraine einverleibt. Ihre Arbeitgeber, eine jüdische Pianistin und ihr Mann, verlassen das Land und geben ihre elfjährige Tochter in Elenas Obhut. Sie soll das Mädchen zu einem späteren Zeitpunkt über die Grenze begleiten. Bis es so weit ist, versteckt Elena die Heranwachsende auf dem elterlichen Hof, nicht ahnend, dass wenig später das gesamte Dorf nach Sibirien deportiert wird.

 

„Die Erinnerung muss nicht wachgerüttelt werden. Sie nistet ganzjährig in meinen Träumen, zeigt sich in nächtlichem Angstschweiß oder erweckt innere Stimmen zum Leben, wenn ein bestimmtes Stichwort fällt.“

 

Karin Bruder, in Rumänien geboren, schreibt seit vielen Jahren geschichtlich und politisch anspruchsvolle Kinder- und Jugendromane. „Weiße Jahre“ ist ihr erstes Buch im belletristischen Bereich.


>> Bücher von Karin Bruder

 

Die Lesung wird musikalisch untermalt und kommentiert von der Sängerin Rita Huber-Süß.

Rita Huber-Süß bewegt sich zwischen Klassik und experimenteller Musik. Auf der Suche nach neuen Wegen setzt sie sich mit Architektur, Tanz, Literatur, Malerei oder Film auseinander. Neben der Klassik haben sie vor allem Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Giacinto Scelsi und Vadim Karassikow beeinflusst. In den letzten Jahren widmet sie sich vermehrt der Improvisierten Musik.



Zum Internationalen Frauentag

Buchvorstellung und Lesung mit Martina Bilke

14.03.2021 um 17.00 Uhr
21.03.2021 um 17.00 Uhr

 

„Auf einem Baum der Kuckuck.“ Roman von Martina Bilke

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de
oder telefonisch unter 0721 / 37 41 37

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

 

Der Roman

Caracas 1996. Die 23jährige Ánaca leidet unter dem plötzlichen Tod ihrer geliebten Großmutter Lela, bei der sie aufgewachsen ist. Doch Nachlass und Trauerfeier werfen Fragen nach einer Vergangenheit auf, über die nie gesprochen wurde. Ánaca erfüllt Lelas letzten Willen und bringt ihre Asche nach Deutschland, woher die Familie stammt. Dort entdeckt sie, welche Rolle ihre Großmutter als Ärztin im Dritten Reich gespielt hat. Jäh wird Ánaca mit dem Bösen in der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie stürzt in Selbstzweifel, stellt ihre Identität in Frage. Wie überwindet sie dieses Erbe?

Der zwischen Deutschland und Caracas spielende Roman erschien 2020 im J.S.Klotz Verlagshaus (Neulingen). Während ihres zweijährigen Aufenthaltes in Venezuela konnte die Autorin beobachten, welche Spuren die Generation immigrierter Nationalsozialisten dort hinterlassen hat.

 

Martina Bilke lebt in Karlsruhe. Sie wurde geboren in Oberfranken, zog dann hin und her zwischen Hanau, Freiburg, Mainz, Wien, Trier, Wörth, Caracas, Karlsruhe. Nach dem Studium der Geschichte und der Germanistik promovierte sie über den Wiener Satiriker Karl Kraus, unterrichtete Deutsch und Geschichte, veröffentlichte weitere wissenschaftliche und literarische Texte (Prosa und Lyrik, zuletzt 2020). Sie gab „Hirschbrückentage“ (Karlsruhe 2015, mit Martina Leiber) und „Einander im Schreiben begegnen. Texte aus der Schreibwerkstatt für Flüchtlingskinder“ heraus. (Karlsruhe 2016, mit Abier Bushnaq und Fritz Kölling). 2012 erschien ihr Roman „Erben“, 2016 der Karlsruhe-Roman „Orlandos Fächer“ im Kleinen Buchverlag in Karlsruhe. Sie ist Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt 2019 und 2020.

 

>> Martine Bilke im Literaturport-Autorenlexikon

 

>> Karlsruher Literaturclips #23 – Martina Bilke

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe und des Förderkreises  deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.



5. März. Rosa Luxemburg (1871–1919) zum 150. Geburtstag

Wir würdigen Rosa Luxemburg als Vorbild für engagierte Frauen. 

 

 

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

 

 

Dann sieh, daß Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem.

 

 

Ich möchte laut über die Mauern hinausrufen: O bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen, silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die vom leidenschaftlichen Atem der Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tag liegen; denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!

 

 

>> Biografie, Deutsches Historisches Museum Berlin

Bildagentur: ADN-Zentralbild Deutsches Reich, 1910/1919 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: F 59/1341
Bildagentur: ADN-Zentralbild Deutsches Reich, 1910/1919 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: F 59/1341