Archiv 2021 – Literatur – Vortrag

06./07./08. und 10.10.2021 „Literatur offensiv!“ GEDOK bei den 9. Karlsruher Literaturtagen

Lesungen mit Karin Bruder, Lea Ammertal, Martine Lombard und Hedi Schulitz. Vortrag von Vera Morelli

Die Fachgruppe Literatur der GEDOK ist auch 2021 wieder bei den Literaturtagen vertreten. Das wichtigste Literaturforum der Stadt, das unmittelbar und direkt Literatur aus Karlsruhe und der Region an außergewöhnlichen Leseorten präsentiert. Zahlreiche Karlsruher Institutionen und Initiativen beteiligen sich unter Federführung der Literarischen Gesellschaft.
>> Webseite „Literatur offensiv!“ 2021

 

Mittwoch, 06.10.2021 um 19.00 Uhr | GEDOK im Badischen Landesmuseum  >> Programminfos

 

Karin Bruder liest aus „Weiße Jahre“Roman einer verlorenen Zeit, musikalisch begleitet von Rita Huber-Süß, moderiert von Katrin Lorbeer

 

Badisches Landesmuseum, Schloss Karlsruhe, Gartensaal, Schlossbezirk 10, 76131 Karlsruhe,
Eintritt: 8 € . Anmeldung erforderlich unter service@landesmuseum.de oder 0721 926 6520.
Die Veranstaltung unterliegt den aktuellen Corona-Vorgaben. >> Aktuelle Informationen BLM

 

„Literatur offensiv!“ im GEDOK Künstlerinnenforum am 07.10., 08.10. und 10.10.

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Anmeldung erforderlich per  Mail an gedok-karlsruhe@online.de oder telefonisch 0721 / 37 41 37.  Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

 

Donnerstag, 07.10.2021 um 19.30 Uhr  >> Programminfos

 

Lea Ammertal nähert sich in ihrem Erzählband eine andere musik“ (2019, Brot&Kunst Verlag) literarisch-musikalisch Clara Schumann;
 mit CD-Einspielungen von Werken Clara Schumanns durch die Karlsruher Pianistin Sontraud Speidel.

>> Infos Brot&Kunst, Leseprobe

 

Freitag, 08.10.2021 um 19.30 Uhr

 

Martine Lombard und Hedi Schulitz präsentieren ihre Essays übers „Kinderkriegen“

 

„Kaum ein anderes Ereignis ist für ein Menschenleben so sehr mit Rollenzuschreibungen und Körperlichkeit verbunden – doch was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie?“ heißt es in dem o.g. Essayband, erschienen im Januar 2021 im Hamburger Nautilus Verlag. Eine der darin versammelten Autorinnen ist Martine Lombard, die uns ihren Essay „Scherbenglas“ vorstellen wird.
>> Nautilus Verlag
Während es bei ihr um die Mutterschaft mit geistiger Behinderung geht, wird Hedi Schulitz in ihrem Essay „Im Windschatten der Zeit“ die Frau „ohne Kind“ in den Fokus rücken.

Aus beiden Texten können spannende Fragen abgeleitet werden, wie z.B. :  Welchen Raum bietet die Gesellschaft für Leben mit Behinderungen? Welchen Wert hat in unserer Gesellschaft eine Frau ohne Kind? Welchen Wert hat Mutterschaft in der Gesellschaft generell? Über diese und ähnliche Fragen soll im Anschluss an die Lesung mit dem Publikum diskutiert werden.

 

 

Sonntag, 10.10.2021 um 17.00 Uhr >> Programminfos

 

Vortrag von Vera Morelli „Dr. jur. Rosa Luxemburg – eine sensible Intellektuelle“

Bis weit in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein war Rosa Luxemburg die meist verleumdete Persönlichkeit der jüngeren deutschen Geschichte. Als Frau, überzeugte Sozialistin und Jüdin wurde sie zum Hassobjekt aller Monarchisten, Reaktionäre, Revisionäre, Frauenfeinde, Antisemiten und Rassentheoretiker.  Am 5. März 1871 wurde sie geboren und im Januar 1919 im Alter von nur 48 Jahren von Offizieren der rechtsradikalen Reichswehr ermordet. >> DHM, LeMO  |  >> Zum 150. Geburtstag 2021


„WANDEL“. Lesung mit Martina Bilke, Karin Bruder, Sabine Stern

 01.08.2021 um 11 Uhr

 

in der Ausstellung „Sonnendeck – bunt verrückt“ (Angewandte Kunst / Art Design)

 

Martina Bilke (re), Karin Bruder (li) und Sabine Stern (Mitte) präsentieren ihre Gedanken zum Thema „Wandel“.

Martina Bilke liest verschiedene Prosatexte und Lyrik zum Thema Wandel, Erde und Klimawandel. Ein Prosatext handelt von den Veränderungen an einer Karlsruher Straßenbahnhaltestelle.

 

Karin Bruder erzählt in einer fantastischen Zukunftsgeschichte vom Wandel einer Gesellschaft unter veränderten Lebensbedingungen.

 

Sabine Stern benutzt Perspektiv-Wechsel, um den Blickwinkel des Publikums mit ihren kurzen Prosatexten in eine neue Richtung zu lenken.

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Tel. 0721 / 37 41 37

Corona-bedingte Änderungen vorbehalten!

 

Eintritt frei, Spenden willkommen

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe und des Förderkreises  deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.


Lesung und Buchvorstellung „Weiße Jahre“

27.05.2021 um 19.30 Uhr

 

Text: Karin Bruder

Musik: Rita Huber-Süß

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de
oder Fon: 0721 / 37 41 37

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

Εlena arbeitet als Kindermädchen in Czernowitz, als sich Russland 1940 Teile der heutigen Ukraine einverleibt. Ihre Arbeitgeber, eine jüdische Pianistin und ihr Mann, verlassen das Land und geben ihre elfjährige Tochter in Elenas Obhut. Sie soll das Mädchen zu einem späteren Zeitpunkt über die Grenze begleiten. Bis es so weit ist, versteckt Elena die Heranwachsende auf dem elterlichen Hof, nicht ahnend, dass wenig später das gesamte Dorf nach Sibirien deportiert wird.

 

„Die Erinnerung muss nicht wachgerüttelt werden. Sie nistet ganzjährig in meinen Träumen, zeigt sich in nächtlichem Angstschweiß oder erweckt innere Stimmen zum Leben, wenn ein bestimmtes Stichwort fällt.“

 

Karin Bruder, in Rumänien geboren, schreibt seit vielen Jahren geschichtlich und politisch anspruchsvolle Kinder- und Jugendromane. „Weiße Jahre“ ist ihr erstes Buch im belletristischen Bereich.


>> Bücher von Karin Bruder

 

Die Lesung wird musikalisch untermalt und kommentiert von der Sängerin Rita Huber-Süß.

Rita Huber-Süß bewegt sich zwischen Klassik und experimenteller Musik. Auf der Suche nach neuen Wegen setzt sie sich mit Architektur, Tanz, Literatur, Malerei oder Film auseinander. Neben der Klassik haben sie vor allem Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Giacinto Scelsi und Vadim Karassikow beeinflusst. In den letzten Jahren widmet sie sich vermehrt der Improvisierten Musik.



Zum Internationalen Frauentag

Buchvorstellung und Lesung mit Martina Bilke

14.03.2021 um 17.00 Uhr
21.03.2021 um 17.00 Uhr

 

„Auf einem Baum der Kuckuck.“ Roman von Martina Bilke

 

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de
oder telefonisch unter 0721 / 37 41 37

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Corona-bedingte Änderungen vorbehalten.

 

Der Roman

Caracas 1996. Die 23jährige Ánaca leidet unter dem plötzlichen Tod ihrer geliebten Großmutter Lela, bei der sie aufgewachsen ist. Doch Nachlass und Trauerfeier werfen Fragen nach einer Vergangenheit auf, über die nie gesprochen wurde. Ánaca erfüllt Lelas letzten Willen und bringt ihre Asche nach Deutschland, woher die Familie stammt. Dort entdeckt sie, welche Rolle ihre Großmutter als Ärztin im Dritten Reich gespielt hat. Jäh wird Ánaca mit dem Bösen in der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie stürzt in Selbstzweifel, stellt ihre Identität in Frage. Wie überwindet sie dieses Erbe?

Der zwischen Deutschland und Caracas spielende Roman erschien 2020 im J.S.Klotz Verlagshaus (Neulingen). Während ihres zweijährigen Aufenthaltes in Venezuela konnte die Autorin beobachten, welche Spuren die Generation immigrierter Nationalsozialisten dort hinterlassen hat.

 

Martina Bilke lebt in Karlsruhe. Sie wurde geboren in Oberfranken, zog dann hin und her zwischen Hanau, Freiburg, Mainz, Wien, Trier, Wörth, Caracas, Karlsruhe. Nach dem Studium der Geschichte und der Germanistik promovierte sie über den Wiener Satiriker Karl Kraus, unterrichtete Deutsch und Geschichte, veröffentlichte weitere wissenschaftliche und literarische Texte (Prosa und Lyrik, zuletzt 2020). Sie gab „Hirschbrückentage“ (Karlsruhe 2015, mit Martina Leiber) und „Einander im Schreiben begegnen. Texte aus der Schreibwerkstatt für Flüchtlingskinder“ heraus. (Karlsruhe 2016, mit Abier Bushnaq und Fritz Kölling). 2012 erschien ihr Roman „Erben“, 2016 der Karlsruhe-Roman „Orlandos Fächer“ im Kleinen Buchverlag in Karlsruhe. Sie ist Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt 2019 und 2020.

 

>> Martine Bilke im Literaturport-Autorenlexikon

 

>> Karlsruher Literaturclips #23 – Martina Bilke

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Karlsruhe und des Förderkreises  deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.



5. März. Rosa Luxemburg (1871–1919) zum 150. Geburtstag

Wir würdigen Rosa Luxemburg als Vorbild für engagierte Frauen. 

 

 

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

 

 

Dann sieh, daß Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem.

 

 

Ich möchte laut über die Mauern hinausrufen: O bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen, silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die vom leidenschaftlichen Atem der Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tag liegen; denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!

 

 

>> Biografie, Deutsches Historisches Museum Berlin

Bildagentur: ADN-Zentralbild Deutsches Reich, 1910/1919 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: F 59/1341
Bildagentur: ADN-Zentralbild Deutsches Reich, 1910/1919 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: F 59/1341