
Ausstellung der GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit der Fakultät für Bildende Künste der Universität Rzeszów
Kuratiert von Eugenia Jäger (GEDOK Karlsruhe) und Prof. Mirosław Pawłowski (Universität Rzeszów)
Vernissage am Freitag, 07.11.2025 um 19 Uhr
Grußworte: Generalkonsul Rafał Wolski, München | Dr. Dominika Szope, Leiterin des Karlsruher Kulturamts
Einführung: Prof. Mirosław Pawłowski
Musik: Maciek Choiński, Trompete, HfM
Migration als freiwilliger oder erzwungener Wechsel des Wohnorts hat vielfältige Folgen, sowohl für die migrierenden Menschen als auch für die aufnehmenden und zurückgelassenen
Gesellschaften. Sie findet weltweit statt, sowohl international als auch lokal. Charakteristische Ursachen sind die Suche nach besseren Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, besseren
Lebensbedingungen oder die Flucht vor Verfolgung und bewaffneten Konflikten.
Insbesondere in den letzten zwanzig Jahren ist auch im Süden Europas und an der Ostgrenze Polens, der Grenze zur EU, eine zunehmende Migrationswelle zu beobachten. Der russische
Angriff auf die Ukraine verstärkte dieses Phänomen noch und führte zu einem weiteren Zustrom von Migranten, nicht nur aus den von Militäroperationen betroffenen Gebieten, sondern auch
von anderen Kontinenten.
Grafikkünstler:innen aus verschiedenen Städten und Kunstakademien Polens lenken die Aufmerksamkeit der Betrachtenden in universeller Weise auf die Migration, auf Aspekte und Bedrohungen der modernen Zeit. Jede/r der Künstler:innen verfolgt dabei eigene ideologische und formale Ansätze, doch alle eint ihr gemeinsames Interesse an lokalen, europäischen und weltweiten Problemen.

Prof. dr Peter Oliver Loew, Dyrektor Niemieckiego Instytutu Spraw Polskich w Darmstadt
Podróże ku wolności? Niepodległość Polski w roku 1918 i współcześnie
Peter Oliver Loew ist Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt und Honorarprofessor am Institut für Geschichte der TU Darmstadt. Er beschäftigt sich mit Geschichte und Gegenwart der deutsch-polnischen Beziehungen, Erinnerungskultur, kommentiert das aktuelle politische Geschehen in Polen und ist auch Literaturübersetzer.
Vortrag in deutscher Sprache
Dienstag, 11.11.2025 um 19 Uhr, Eintritt frei
Veranstaltung in Kooperation mit dem >> Forum Polnischer Kultur POLONIA e. V. | Forum Kultury Polskiej POLONIA T.z. Karlsruhe
Kontakt: Krystyna Jezierzanska-Frindik, Mobil: 0162 482 4119
Vortrag aus Anlass des polnischen Unabhängigkeitstags
Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut Darmstadt
„Reisen in die Freiheit? Polens Unabhängigkeit 1918 und heute“
Am 11. November 1918 erlangte Polen nach 123 Jahren der Fremdherrschaft seine Unabhängigkeit wieder. Mehr als ein Jahrhundert lang wurde die Idee der nationalen Freiheit und Selbstbestimmung getragen von Polinnen und Polen in aller Welt: Auswanderung und Exil prägen seit dieser Zeit die Geschichte des Landes. Oft war die Auswanderung eine buchstäbliche „Reise in die Freiheit“. Heute leben Millionen gebürtiger Polinnen und Polen in Deutschland und vielen anderen Ländern, oft in engem Kontakt zum Mutterland.
Der Vortrag spannt den Bogen bis in eine Gegenwart, in der Polen sich erneut als Verfechter europäischer Freiheit sieht, auch in der Konfrontation mit Putins Russland, das im Nachbarland Ukraine einen brutalen Krieg führt: Das Stichwort von der Unabhängigkeit hat neue Aktualität gewonnen.
Mittwoch, 19.11.2025 um 19:30 Uhr, Eintritt frei, Spenden willkommen
Lesung/Spoken Word von und mit Skye Möller
PostOst Get-Together Hamburg und Lambda e. V. ,Jugendmagazin
‚out!‘
„Aber was kommt dann? Einblicke in postmigrantisches (Er)Leben"
Skye Möller ist post-migrantische*r Künstler*in aus Hamburg. Teile der eigenen Familie migrierten ab den 90er-Jahren von Polen nach Deutschland. Skye ist aktiv in der queeren und migrantischen Communityarbeit und kreiert lyrische Einblicke in die eigenen Erfahrungen, welche auf Bühnen und in Zeitschriften geteilt werden.
Viele der Texte befassen sich mit dem Aufwachsen zwischen zwei Welten, der Suche nach Zugehörigkeit und den Tragiken des Lebens. Sie gehört zu den Organisierenden
des PostOst Get-Together Hamburg, eines regelmäßigen Treffens für Menschen aus dem PostOst-Raum mit Kreativimpulsen zum Schreiben oder Zeichnen. ‚PostOst‘ ist eine Selbstbezeichnung von Menschen
mit Migrationsgeschichte aus Ländern in Europa und Asien, die entweder ‚Osteuropa‘ zugeordnet oder als postsowjetisch benannt werden.
Skye Möller ist außerdem ehrenamtlich beim Jugendnetzwerk Lambda e. V. tätig, das sich für junge Queers und die Verbesserung ihrer Lebenssituation einsetzt. Im Jugendmagazin ‚out!‘ sind regelmäßig Beiträge von ihr veröffentlicht, u.a. in Nr. 67/Sommer 2024 („Was siehst du?“) und Nr. 70/Frühling 2025 („Migrantinnenkinder“):
Vor allem aber tritt sie auf verschiedensten Bühnen im Land mit Spoken-Word-Performances auf, zuletzt bei Queeren Poetry-Slams, Lesebühnen und anderen Performance-Formaten in Hamburg, Braunschweig und München.
Dienstag, 25.11.2025 von 14 bis 17 Uhr
Start der Orange Days Karlsruhe 2025 16 Tage gegen Gewalt an Frauen
Dialoginseln zur Eröffnung der Orange Days 2025. GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit den Arbeitskreisen Frauen- und Genderpolitik und QueerGrün vom Bündnis 90/Die Grünen
Als Frauenorganisation zeigt sich die GEDOK Karlsruhe solidarisch mit den Aktionstagen und dokumentiert das mit orangefarbenen Fahnen vor dem Haus. Mit den Dialoginseln unterstützt das Künstlerinnennetzwerk die Initiative der Grünen und ermöglicht Gespräche mit Bürger*innen der Stadt Karlsruhe in den Räumen der aktuellen Ausstellung.
Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen: Ein wichtiger Gedenktag, den Karlsruhe zum Anlass nimmt, sich mit den Orange Days an der UN-Kampagne „Orange the world“ zu beteiligen. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie fängt bei Alltagssexismus an und endet mit Femiziden. Diese Gewalt ist allgegenwärtig und fest in patriarchalen Strukturen verankert. Sie findet in allen Ländern, Kulturen und Schichten statt.
>> weitere Informationen auf der Webseite der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Karlsruhe


Die Ausstellung Migration – Verlust oder Freiheit? kann dank finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) sowie der Stadt Karlsruhe gezeigt werden. Das Begleitprogramm wird außerdem unterstützt vom Kulturamt/Kulturbüro und dem Forum Polnischer Kultur POLONIA e.V.
GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. Karlsruhe
Markgrafenstr. 14 / Ecke Fritz-Erler-Straße, 76131 Karlsruhe
Tel: +49 (0)721 374137
Fax: +49 (0)721 6256254
E-Mail: [email protected]
Anfahrt PKW >> Kontakt
KVV -
Haltestellen: Kronenplatz (Fritz-Erler-Straße) Tramlinie 3
Kronenplatz (U-Station, Kaiserstraße) Tram 1, 2, Stadtbahn S2, S4, S5/S51, S7, S8
>> KVV - Schnellauskunft
Öffnungszeiten GALERIE
Mi, Do, Fr 17.00–19.00 Uhr
Sa, So, Feiertage 14.00–16.00 Uhr
und bei Veranstaltungen
Eintritt frei, Spenden willkommen
Büro
Mo, Mi, Do 10.00–12.00 Uhr
