08.11. bis 30.11.2025 Migration Verlust oder Freiheit?

Zeitgenössische Druckgrafik von 11 polnischen Künstler:innen

Oksana Budna, Agnieszka Cieślińska, Łukasz Cywicki, Agnieszka Dobosz, Magdalena Hanysz-Stefańska, Jarosław Janas, Barbara Kasperczyk-Gorlak, Marta Kubiak, Lech Mazurek, Mirosław Pawłowski, Magdalena Uchman

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Universität Rzeszów

 

Ausstellung der GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit der Fakultät für Bildende Künste der Universität Rzeszów

 

Kuratiert von Eugenia Jäger (GEDOK Karlsruhe) und Prof. Mirosław Pawłowski (Universität Rzeszów)

 

Magdalena Uchmann, Who is Who,70 x 200 cm, serigrafia 2017
MIGRATION VERLUST oder FREIHEIT: Magdalena Uchmann, Who is Who,70 x 200 cm, serigrafia 2017

Vernissage am Freitag, 07.11.2025 um 19 Uhr 


Grußworte: Generalkonsul Rafał Wolski, München | Dr. Dominika Szope, Leiterin des Karlsruher Kulturamts
Einführung: Prof. Mirosław Pawłowski

 

Musik: Maciek Choiński, Trompete,  HfM   

Migration als freiwilliger oder erzwungener Wechsel des Wohnorts hat vielfältige Folgen, sowohl für die migrierenden Menschen als auch für die aufnehmenden und zurückgelassenen Gesellschaften.  Sie findet weltweit statt, sowohl international als auch lokal. Charakteristische Ursachen sind die Suche nach besseren Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, besseren Lebensbedingungen oder die  Flucht vor Verfolgung und bewaffneten Konflikten.
Insbesondere in den letzten zwanzig Jahren ist auch im Süden Europas und an der Ostgrenze  Polens, der Grenze zur EU, eine zunehmende Migrationswelle zu beobachten. Der russische Angriff  auf die Ukraine verstärkte dieses Phänomen noch und führte zu einem weiteren Zustrom von  Migranten, nicht nur aus den von Militäroperationen betroffenen Gebieten, sondern auch von  anderen Kontinenten.

 

Grafikkünstler:innen aus verschiedenen Städten und Kunstakademien Polens lenken die Aufmerksamkeit der Betrachtenden in universeller Weise auf die Migration, auf Aspekte und  Bedrohungen der modernen Zeit. Jede/r der Künstler:innen verfolgt dabei eigene ideologische und formale Ansätze, doch alle eint ihr gemeinsames Interesse an lokalen, europäischen und weltweiten  Problemen. 

Begleitprogramm zur Ausstellung im Künstlerinnenforum

Forum Polnischer Kultur POLONIA e.V. /  Forum Kultury Polskiej POLONIA T.z. Karlsruhe
Forum Polnischer Kultur POLONIA e. V. / Forum Kultury Polskiej POLONIA T.z. Karlsruhe
Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut Darmstadt, Foto: Marek Zygmunt
Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut Darmstadt, Foto: Marek Zygmunt

 

Prof. dr Peter Oliver Loew, Dyrektor Niemieckiego Instytutu Spraw Polskich w Darmstadt

Podróże ku wolności? Niepodległość Polski w roku 1918 i współcześnie

 

 

Peter Oliver Loew ist Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt und Honorarprofessor am Institut für Geschichte der TU Darmstadt. Er beschäftigt sich mit Geschichte und Gegenwart der deutsch-polnischen Beziehungen, Erinnerungskultur, kommentiert das aktuelle politische Geschehen in Polen und ist auch Literaturübersetzer. 

 

Vortrag in deutscher Sprache

Dienstag, 11.11.2025 um 19 Uhr, Eintritt frei

 

Veranstaltung in Kooperation mit dem >> Forum Polnischer Kultur POLONIA e. V. Forum Kultury Polskiej POLONIA T.z.  Karlsruhe

Kontakt: Krystyna Jezierzanska-Frindik, Mobil: 0162 482 4119

 

Vortrag aus Anlass des polnischen Unabhängigkeitstags 

Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut Darmstadt

 

„Reisen in die Freiheit? Polens Unabhängigkeit 1918 und heute“

 

Am 11. November 1918 erlangte Polen nach 123 Jahren der Fremdherrschaft seine Unabhängigkeit wieder. Mehr als ein Jahrhundert lang wurde die Idee der nationalen Freiheit und Selbstbestimmung getragen von Polinnen und Polen in aller Welt: Auswanderung und Exil prägen seit dieser Zeit die Geschichte des Landes. Oft war die Auswanderung  eine buchstäbliche „Reise in die Freiheit“. Heute leben Millionen gebürtiger Polinnen und Polen in Deutschland und vielen anderen Ländern, oft in engem Kontakt zum Mutterland.

 

Der Vortrag spannt den Bogen bis in eine Gegenwart, in der Polen sich erneut als Verfechter europäischer Freiheit sieht, auch in der Konfrontation mit Putins Russland, das im Nachbarland Ukraine einen brutalen Krieg führt: Das Stichwort von der Unabhängigkeit hat neue Aktualität gewonnen.



WAS SIEHST DU? Skye Möller in: Jugendmagazin out! Nr. 67/Sommer 2024
WAS SIEHST DU? Skye Möller in: Jugendmagazin out! Nr. 67/Sommer 2024

 

Mittwoch, 19.11.2025 um 19:30 Uhr, Eintritt frei, Spenden willkommen

 

Lesung/Spoken Word von und mit Skye Möller
PostOst Get-Together Hamburg und Lambda e. V. ,Jugendmagazin ‚out!‘

 

„Aber was kommt dann? Einblicke in postmigrantisches (Er)Leben" 

 

Skye Möller ist post-migrantische*r Künstler*in aus Hamburg. Teile der eigenen Familie migrierten ab den 90er-Jahren von Polen nach Deutschland. Skye ist aktiv in der queeren und migrantischen Communityarbeit und kreiert lyrische Einblicke in die eigenen Erfahrungen, welche auf Bühnen und in Zeitschriften geteilt werden.


Viele der Texte befassen sich mit dem Aufwachsen zwischen zwei Welten, der Suche nach Zugehörigkeit und den Tragiken des Lebens. Sie gehört zu den Organisierenden des PostOst Get-Together Hamburg, eines regelmäßigen Treffens für Menschen aus dem PostOst-Raum mit Kreativimpulsen zum Schreiben oder Zeichnen. ‚PostOst‘ ist eine Selbstbezeichnung von Menschen mit Migrationsgeschichte aus Ländern in Europa und Asien, die entweder ‚Osteuropa‘ zugeordnet oder als postsowjetisch benannt werden.

 

Skye Möller ist außerdem ehrenamtlich beim Jugendnetzwerk Lambda e. V. tätig, das sich für junge Queers und die Verbesserung ihrer Lebenssituation einsetzt. Im Jugendmagazin ‚out!‘ sind regelmäßig Beiträge von ihr veröffentlicht, u.a. in Nr. 67/Sommer 2024 („Was siehst du?“) und Nr. 70/Frühling 2025 („Migrantinnenkinder“): 

>> Jugendmagazin ‚out!‘

 

Vor allem aber tritt sie auf verschiedensten Bühnen im Land mit Spoken-Word-Performances auf, zuletzt bei Queeren Poetry-Slams, Lesebühnen und anderen Performance-Formaten in Hamburg, Braunschweig und München. 


Dienstag, 25.11.2025 von 14 bis 17 Uhr 

 

Start der Orange Days Karlsruhe 2025 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

 

Dialoginseln zur Eröffnung der Orange Days 2025. GEDOK Karlsruhe in Kooperation mit den Arbeitskreisen Frauen- und Genderpolitik und QueerGrün vom Bündnis 90/Die Grünen

 

Als Frauenorganisation zeigt sich die GEDOK Karlsruhe solidarisch mit den Aktionstagen und dokumentiert das mit orangefarbenen Fahnen vor dem Haus. Mit den Dialoginseln unterstützt das Künstlerinnennetzwerk die Initiative der Grünen und ermöglicht Gespräche mit Bürger*innen der Stadt Karlsruhe in den Räumen der aktuellen Ausstellung. 

  

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen: Ein wichtiger Gedenktag, den Karlsruhe zum Anlass nimmt, sich mit den Orange Days an der UN-Kampagne „Orange the world“ zu beteiligen. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie fängt bei Alltagssexismus an und endet mit Femiziden. Diese Gewalt ist allgegenwärtig und fest in patriarchalen Strukturen verankert. Sie findet in allen Ländern, Kulturen und Schichten statt.

 

>> weitere Informationen auf der Webseite der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Karlsruhe

Download
Dialoginseln Orange Days Karlsruhe
GEDOK_OrangeDays_Dialoginseln_25112025.p
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Dialoginseln im Künstlerinnenforum zum Start der Orange Days Karlsruhe 25.11.2025, Foto: Ursula Zetzmann
Dialoginseln im Künstlerinnenforum zum Start der Orange Days Karlsruhe 25.11.2025, Foto: Ursula Zetzmann

GEDOK-Galerie zum Start der Orange Days, Foto: Ursula Zetzmann
GEDOK-Galerie, Ausstellung zum Start der Orange Days am 25.11.2025, Foto: Ursula Zetzmann

Die Ausstellung Migration – Verlust oder Freiheit?  kann dank finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) sowie der Stadt Karlsruhe gezeigt werden. Das Begleitprogramm wird außerdem unterstützt vom Kulturamt/Kulturbüro und dem Forum Polnischer Kultur POLONIA e.V.