Archiv 2026 Gruppenausstellungen, Kooperationen KIT, HfG

26.06. bis 26.07.2026 Klara Beck und Flora Güldenpfennig (HfG Karlsruhe)

Nachwuchsförderprogramm der GEDOK für Diplomstudierende Medienkunst/Szenografie der HfG Karlsruhe

Eine Ausstellung im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der GEDOK Karlsruhe.Seit 2022 präsentieren jährlich die Studiengänge Fotografie/Medienkunst und Szenografie/Ausstellungsdesign der HfG Karlsruhe Studien- und Abschlussarbeiten im GEDOK Künstlerinnenforum.

Projektleitung: Sabine Schäfer (GEDOK), Prof. Susanne Kriemann und Prof. Constanze Fischbeck (HfG).

Flora Güldenpfennig (*1999) studiert Medienkunst im Hauptfach sowie Austellungsdesign und Szenografie im Nebenfach an der HfG Karlsruhe.
In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie an der Schnittstelle von Fotografie, Installation und Performance und untersucht die Beziehung zwischen Körper, Bild und Raum. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Spannungsfeld räumlicher Wahrnehmung. Bilder versteht sie nicht als abgeschlossene Flächen, sondern als körperliche und räumliche Elemente, die sich im Dialog mit ihrer Umgebung verändern. Dabei arbeitet sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien. Die Fotografie bildet häufig den Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, wird jedoch im künstlerischen Prozess transformiert, erweitert und in neue Zusammenhänge überführt. Geprägt durch ihr interdisziplinäres Studium entwickelt sie Arbeiten zwischen den Schwerpunkten künstlerische Fotografie, Performance und Installation. Durch die Verschränkung dieser Medien entstehen räumliche Situationen, die Fragen nach Präsenz, Materialität und Wahrnehmung aufwerfen.


Die Installation „In einem wir ist immer ein ich“ zeigt zwei Arbeiten, die sich mit Fragen der Freiheit und einer spielerischen Realitätsveränderung beschäftigen.  

 

In einem Wir ist immer ein Ich, 2026 

Videoinstallation und Fotografie, 42 × 59,4 cm

Cinematografie: Sophie Reißfelder

Schnittassistenz: Quirin Thalhammer 

Performer:innen: Clara Magarin und Soheil Honarmand

Video-Performance, entstanden in der Asphaltmischanlage Mönsheim 

Zwei Personen sind durch ihre Fingernägel miteinander verbunden. Die Körper bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg, suchen Nähe und Distanz. Die Fingernägel verbinden zwei Individuen und verweisen auf Fragen nach Verbundenheit und Freiheit. Ausgehend von der spielerischen Frage „Was wäre, wenn wir mit unseren Nägeln miteinander verbunden wären?“ entsteht eine räumliche und körperliche Untersuchung von Beziehungen, in der jedes Wir stets auch ein Ich voraussetzt.

 

In einem Wir ist immer ein Ich, 2026 

3-Kanal-Videoskulptur auf drei Röhrenfernsehern 

Aufgenommen im Rheinstrandbad Rappenwört 

Cinematografie: Sophie Reißfelder 

Schnittassistenz: Quirin Thalhammer 

Performer:innen: Nina Eberle, Pat Dreuw, Helena Schenk, Rokas Wille und Antonia Sanden

Eine Person springt ins Wasser, eine andere kann nicht. Hält sich an der Kante des Sprungturms und verharrt dort in einer Long-Duration-Performance. Erst im Moment völliger Erschöpfung löst sich die Person aus ihrer Position. Ausgehend von der Frage, wann wir uns selbst aufhalten und wann wir aufgehalten werden, untersucht die Arbeit die Spannung zwischen individuellem Handeln und den Kräften, die dieses beeinflussen oder verzögern. Die Gruppe kann als Sinnbild gesellschaftlicher Strukturen verstanden werden, in denen Individuen miteinander verbunden sind und sich zugleich voneinander unterscheiden. 


Klara Madina Beck (*2001) studiert Ausstellungdesign und Szenografie, Dramaturgie und Kuratorische Praxis an der HfG Karlsruhe. Ihre gestalterische Praxis erforscht die visuelle Sprache des Vermittelns und schafft Räume, die neue Zugänge zu Geschichten und gesellschaftlichen Fragestellungen eröffnen, in Form von Bühnenbildern, Installationen sowie Textilarbeiten.
Sie zeigt ihre Installation „Unersättlich, Lüstern, Rebellisch – Auf der Suche nach der Hexenverfolgung und den Ursprüngen der Unterdrückung des weiblich gelesenen Körpers“ (2025). Zu hören sind die Befragungen der über 300 dokumentierten Verhöre aus der Region der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Baden.
Regelmäßig werden sie durch chorische Elemente unterbrochen und betonen die fehlenden Stimmen der Verfolgten in den Archiven. Durch die Fenster entsteht ein Gefüge, in dem persönliche Recherche und alltägliche Beobachtungen ineinander übergehen und so auf die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum aufmerksam machen. Visitenkarten laden dazu ein, im Heute miteinander zu sprechen, zu erinnern, zu widersprechen und neue Perspektiven zu entwickeln, kritisch und neugierig zu sein und vielleicht zu erkennen, welche Ausmaße dieses düstere Kapitel hat(te) und wie dessen Spuren noch unseren patriarchalen Alltag beschatten.

Vernissage am Freitag, 26.06.2026, 19 Uhr
Einführung: Prof. Constanze Fischbeck, Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe
Performance von Clara Magarin und Soheil Honarmand zur Videoinstallation von Flora Güldenpfennig
 


Artist Talk am Mittwoch, 08.07.2026, 18 Uhr
Klara Beck und Flora Güldenpfennig, Moderation Prof. Susanne Kriemann


Finissage am Sonntag, 26.07.2026

Vernissage mit Performance am 26.06.2026

Artist Talk am 08.07.2026


22.05. bis 21.06.2026 schwebend! leicht! Keramik, Objekt, Papier, Schmuck, Textil

Fachgruppe Angewandte Kunst / ArtDesign der GEDOK Karlsruhe

Ursula Achten / Papier, Zdenka Brock / Papier, Karin Flurer-Brünger / Keramik, Astrid Haas / Papier, Gabriele Heinz / Schmuck, Susanne Högner / Schmuck, Fotografie, Angela Johe / Keramik, Dagmar Langer / Keramik, Johanna Reutter / Textil, Rose Schrade / Objekt, Heike Utta / Textil, Helga Weilacher-Stieler / Textil, Michaela Wiecek / Schmuck

„Schwebend! Leicht!“ – ein Traum, ein Lebensgefühl, aber auch ein Bedürfnis, dem die Künstlerinnen der GEDOK in ihrer jeweiligen Sprache Ausdruck verleihen. Überschäumende Fülle oder auch die Reduktion auf das Wesentliche spiegeln sich in den Werken der Angewandten Kunst wider.
Das Gefühl des Schwebens, der Leichtigkeit und auch der Bewegung setzt so einen positiven Kontrapunkt zur momentan allgegenwärtigen Schwere.

 

Wir freuen uns sehr über die Bereicherung unserer Fachgruppe durch mehrere neue Künstlerinnen, die hier zum ersten Mal mit uns ausstellen.

Vernissage am Freitag, 22.05.2026, 20 Uhr
Einführung: Ursula Achten
Musikalische Begleitung: Felicia Kraft, Harfe

 

Finissage am Sonntag, 21.06.2026, 14 Uhr

Performance mit Rita Huber-Süß und Solange Komenda, Künstlerinnen der Ausstellung sind anwesend >> Archiv 2026 – Konzerte

Vernissage am 22.05.2026


07.02. bis 08.03.2026 DIE NEUEN. Ausstellung Fachbereich Bildende Kunst

9 neue Mitglieder präsentieren Malerei, Zeichnung, Mixed Media und Objektkunst

Acrylmalerei von Margarete Stern: Wild Horses, 2022
Margarete Stern, Wild Horses, 2022, Acryl auf Leinwand, 90x110 cm
Nicole Daudert, Self 02, 2020, Acryl auf Baumwolle, 80x80 cm
Nicole Daudert, Self 02, 2020, Acryl auf Baumwolle, 80x80 cm

 

Britta Braun, Malerei


Nicole Daudert, Malerei

 

Zoe Edgecomb, Zeichnung

 

Godela Erhard, Malerei

 

Iuliia Frantseva, Malerei

 

Nathalie Franz, Malerei, Objektkunst

 

Verena Mayer-Kolbinger, Malerei

 

Margarete Stern, Malerei

 

Evelyn Taylor Kopp, Mixed Media



Vernissage am Freitag, 06.02.2026 um 19 Uhr


Einführung: Simone Maria Dietz, M. A.

Finissage am Sonntag, 08.03.2026 um 15 Uhr

2024 und 2025 neu aufgenommene Künstlerinnen der Fachgruppe Bildende Kunst präsentieren ihre Arbeiten und bieten einen spannenden Einblick in aktuelle künstlerische Positionen zwischen Malerei, Zeichnung, Mixed Media und Objektkunst.


Mit dieser Ausstellung bietet das Künstlerinnenforum einen Raum, die eigene künstlerische Handschrift vorzustellen und miteinander in Austausch zu treten. Eine Mitgliedschaft in unserem Netzwerk fördert den Dialog zwischen Künstlerinnen über Generationen und Sparten hinweg – durch Ausstellungen, Kooperationen und gemeinsames Schaffen.



10.01. bis 20.01.2026 AUFTAKT I mit dem KIT. Sensing Space: Erkundungslogbücher  und Analyse des städtischen Raums. Nahaufnahme: Südstadt

Studierende des KIT - Regionalwissenschaft/Raumplanung - zu Gast bei der GEDOK Karlsruhe

Auftakt 1, Nahaufnahme Suedstadt 4, credits A. Grebhahn
Auftakt 1, Nahaufnahme Suedstadt 4, credits A. Grebhahn

 

Vernissage am Freitag, 09.01.2026 um 18:30 Uhr

  

„Nahaufnahme: Südstadt“ zeigt Einblicke in die Erkundungslogbücher von Studierenden der Regionalwissenschaft/Raumplanung aus dem Seminar „Sensing Space“. 

Die Ausstellung lädt dazu ein, das Quartier aus der Nähe zu erleben: In Momentaufnahmen, Skizzen und visuellen Notizen wird unter anderem gezeigt, wie die Südstadt mit allen Sinnen erforscht und wahrgenommen werden kann. Durch multisensorische Erkundungen und persönliche Perspektiven eröffnen sich neue Blickwinkel auf das urbane Leben, die Gestaltung des öffentlichen Raumes und die Nachbarschaften und Netzwerke der Südstadt. 

 

Die Besucher:innen sind dazu eingeladen, in den Öffnungszeiten der Ausstellung ihre eigenen Perspektiven zu den Themen Stadtmobiliar, Visuelle Kommunikation, Verkehr und Mobilität sowie Wohnen in der Südstadt zu teilen. 

Wer Lust hat, kann im Anschluss das Erkundungs-Toolkit mitnehmen und selbst in der Südstadt auf Entdeckungstour gehen. Das Institut für Regionalwissenschaft freut sich auf viele Eindrücke direkt aus der Südstadt.